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16 Februar 2024, 13:46

Lukaschenko über Verhaftung von Saboteuren und westliche Gebietsansprüche gegenüber Belarus 

MINSK, 16. Februar (BelTA) - In der heutigen Mitgliedsversammlung der Belarussischen Verbrauchergenossenschaft hat Präsident Alexander Lukaschenko über die Verhaftung von Saboteuren und abgehörte Telefongespräche der Feinde von Belarus erzählt.

Die Lage rund um Belarus sei angespannt, deshalb müssten jedes Ministerium und jede Staatsbehörde stets auf der Hut sein, sagte der Staatschef.

„Sie sehen ja, was um uns herum geschieht. Aber wir informieren Sie nicht über alle Details. Ich kann Ihnen heute schon die wichtigsten Informationen verraten“, wandte sich Alexander Lukaschenko an die Teilnehmer der Versammlung. „Heute wünschen unsere Opponenten im Westen, und mit ihnen auch unsere ins Exil geflohenen Verräter, dass Russland im Krieg gegen die Ukraine verliert.“

Alexander Lukaschenko zitierte einige Thesen aus einem abgehörten Telefonat zwischen belarussischen Flüchtigen und ihren Komplizen im Westen: „Polen hat das Recht auf die westlichen Gebiete von Belarus. Und im Falle einer Niederlage Russlands wird Belarus Teile russischer Territorien beanspruchen.“

„Mit anderen Worten geht es um Territorien der russischen Gebiete Smolensk, Brjansk und Pskow, die man dem „neuen Belarus“ angliedern will. Und unsere heutigen westlichen Territorien, und Sie wissen ja, dass die Grenze bis Minsk reichte, werden wir an Polen abtreten müssen. Solche Gespräche führt die „neue demokratische Regierung von Belarus im Westen“, erklärte der Staatschef. „Wer von Ihnen kann dem zustimmen? Vielleicht einige von Ihnen, aber ich nicht. Wir werden bis zum Schluss für unser Land kämpfen. Außerdem machen wir niemandem Probleme. Wir schulden niemandem etwas. Wir haben keine Ansprüche, weder auf Wilna noch auf Bialystok, weder auf russisches noch auf ukrainisches Land. Wir haben genug von dem, was wir historisch geerbt haben. Dies sind unsere belarussischen Ländereien.“

Über Verhaftung von Saboteuren an der ukrainischen Grenze

Alexander Lukaschenko erzählte über die aktuellen Ereignisse an der ukrainischen Grenze. „Heute morgen wurde ich informiert, dass unsere Geheimdienste mehrere Saboteure an der ukrainischen Grenze festgenommen haben. Mit Hilfe von Drohnen sind einige ukrainische Bürger durch die Sümpfe auf unser Territorium geschlichen. Dabei hatten sie Sprengstoff mit. Damit wollten sie Sabotageakte in Russland und Belarus organisieren. Wir haben eine Anti-Terror-Operation durchgeführt, von der Sie nicht einmal etwas mitbekommen haben. Sie ist bereits zu Ende gegangen. Das war eine kleine Militäroperation unserer Kundschafter. Alle Saboteure sind verhaftet worden. Darunter sind auch Belarussen.“

Laut dem Staatschef ist das kein Einzelfall: „Das passiert praktisch zwei- oder dreimal pro Woche.“


 Über Unterstützung des Volkes

Das Staatsoberhaupt erklärte, dass man in einem solchen Umfeld nicht selbstgefällig sein dürfe. „Und wir - sowohl ich als Präsident als auch die Behörden – halten die Unterstützung aus dem Volk für sehr wichtig. Natürlich hängt viel von der Regierung ab, aber wir müssen monolithisch auftreten – der Staat und das Volk. Außerdem hat die überwältigende Mehrheit der Belarussen verstanden, was uns geschehen könnte und was wir auf keinen Fall zulassen dürfen. Deshalb fordere ich die Behörden immer wieder auf: Entspannt euch nicht - wir werden das Land verlieren.“

„Wenn jemand glaubt, dass es besser wird, wenn wir geteilt und stückweise von anderen Staaten annektiert werden, der täuscht sich. Wäre dem so, hätten wir in den 1920-1930-er Jahren nicht um unsere Unabhängigkeit gekämpft. Lassen Sie uns also alles tun, um den Frieden in diesem Land zu sichern.“

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