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Präsident
21 Januar 2022, 14:53

Lukaschenko warnt Westen vor Versuchen, den Unionsstaat anzugreifen

LUNINEZ, 21. Januar (BelTA) – Der Unionsstaat Belarus-Russland geht beim Aufbau seiner Sicherheit von der Notwendigkeit aus, eigene Grenzen zu schützen. Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko heute vor Journalisten im Anschluss an die Besichtigung militärischer Objekte in Luninez.

„Wir bauen unsere Sicherheit auf, weil wir unsere Staatsgrenzen zu verteidigen haben. Wer hätte das gedacht, dass wir uns heute vor unseren Nachbarn schützen müssen? Dass wir nicht bloß irgendeinen Zaun errichten, sondern ein teures Sicherheitssystem an der südlichen Staatsgrenze?“ fragte Alexander Lukaschenko.

„Belarus und Russland wollen keinen Krieg, das sage ich als Präsident von Belarus und als Vorsitzender des Obersten Rates des Unionsstaates. Die russische Staatsführung vertritt dieselbe Ansicht. Der Krieg wäre ein Desaster, das ist eine Katastrophe für Militärs und für Zivilisten, also für uns alle. Wir wollen keinen Krieg, weil wir nicht vergessen haben, was der letzte Krieg vor 80 Jahren in unserem Riesenreich angerichtet hat“, sagte der Staatschef.

Dabei betonte er, dass jede militärische Aggression gegen den Unionsstaat, die mit allerlei Sanktionen, Bedrohungen und Einschüchterungen einhergehen und die verbündeten Staaten in einen Kampf ums nackte Überleben zwingen wird, eine Gegenreaktion unumgänglich machen wird.

„Belarus und Russland werden zurückschlagen müssen. Es wird eine Hölle sein. Man sollte sich lieber mit uns nicht anlegen. Niemand wird einen Krieg gegen uns gewinnen können. Wir sind stark im Geist, auch territorial sind wir allen überlegen – der Unionsstaat erstreckt sich von Brest bis Wladiwostok. Früher wollten uns viele angreifen. Wie das alles endete, haben wir nicht vergessen. Wir beanspruchen kein fremdes Territorium, wir haben genug Land, das wir aufrechterhalten und entwickeln müssen. Das ist unser Ziel. Aber ich möchte alle warnen, die es wagen, uns anzugreifen: Lassen Sie es lieber! Das ist keine Drohung, nur Warnung: Gott bewahre!“

Alexander Lukaschenko hat am 17. Januar den Plan für gemeinsame operative Militärübungen belarussischer und russischer Streitkräfte „Alliierte Entschlossenheit 2022“ genehmigt. Das Manöver findet vom 10. bis 20. Februar statt und ist Teil der Kampfbereitschaftsprüfung der Armeen des Unionsstaates. Geübt wird auf den Truppenübungsplätzen Obus-Lesnowski, Osipowitschski, Brestski, Goshski und Domanowski. Außerdem werden Flugplätze Baranowitschi, Luninez, Lida und Matschulischi genutzt.

„Wie Sie wissen, haben wir mit dem russischen Präsidenten noch im Dezember 2021 vereinbart, außerplanmäßige gemeinsame Übungen an den Westgrenzen des Unionsstaates und an der belarussischen Südgrenze durchzuführen. Das werden ernsthafte Übungen sein, die wir auf dem sogenannten „belarussischen Balkon“ abzuhalten haben“, sagte Alexander Lukaschenko.

Das Manöver soll darauf abgezielt sein, eine mögliche Konfrontation mit dem Westen (Baltikum, Polen) und dem Süden (Ukraine) abwenden zu können.

Die Verteidigungsminister von Belarus und Russland haben einen entsprechenden Plan ausgearbeitet. Die Übungen, an denen belarussische und russische Streitkräfte teilnehmen, werden im Februar beginnen.

In der Nähe der belarussischen Grenzen zu Polen und baltischen Staaten werden über 30.000 Soldaten, Ausrüstung und Waffen stationiert. „Darüber hinaus hat Warschau die Führung des Nordatlantikblocks gebeten, ein mehrstufiges logistisches und technisches Unterstützungssystem in dieser Region einzurichten. Als Militärs stellen wir sofort die Frage: Warum?“ sagte der Präsident. Seiner Meinung nach kann es nur eine logische Schlussfolgerung geben: Sie bereiten sich auf etwas Ernstes vor.

Im Rahmen der Übung „Alliierte Entschlossenheit 2022“ wird Belarus üben, einzelne Strecken der belarussischen Grenze gegen bewaffnete militante Gruppen zu verteidigen. Lieferwege für Waffen, Munition und andere Mittel, die zur Destabilisierung der Lage im Land verwendet werden können, werden abgeschnitten und die Straßen und Wege gesperrt. Darüber hinaus werden Übungen zum Aufspüren, Blockieren und Zerstören illegaler bewaffneter Formationen sowie von Sabotage- und Aufklärungsgruppen des Gegners durchgeführt und bestimmte Fragen der Konfliktnachsorge geübt.

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