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14 Oktober 2022, 18:16

Lukaschenko: Weder Russland noch Belarus brauchen Eskalation. Wir verteidigen uns nur

ASTANA, 14. Oktober (BelTA) – Weder Belarus noch Russland sind heute an einer weiteren Eskalation der Situation interessiert, sie werden aber auf alle Aktionen des Westens reagieren und sich verteidigen müssen. Das sagte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko vor Journalisten am Rande des GUS-Gipfels in Astana.

Auf die Frage, ob das Staatsoberhaupt keine Angst vor einer Eskalation hat, antwortete Alexander Lukaschenko: „Ich habe Angst. Ich möchte nicht, dass diese Eskalation eine noch schlimmere Entwicklung nach sich zieht. Wir haben mit Präsident Putin darüber gesprochen. Niemand von uns will diese Eskalation. Ich will das nicht, und Russland auch nicht. Menschenleben sind für uns kostbar. Aber Sie verstehen ja, dass es nicht an uns liegt. Sollten der Westen und einige Staaten der Welt – Sie wissen ja, welche ich meine – keine Eskalation mehr wollen, wird es keine Eskalation auch geben. Nicht wir treiben diese Eskalation. Wir verteidigen uns nur.“

Alexander Lukaschenko erinnerte an den Wunsch der polnischen Behörden, Atomwaffen auf ihrem Hoheitsgebiet zu stationieren. Neulich haben die polnischen Medien eine Meinungsumfrage zu diesem Thema veröffentlicht. „Sie behaupten, dass mehr als 50% der Bevölkerung dafür sind, die Atomwaffen in Polen zu stationieren. US-Waffen. Ich glaube nicht, dass die Mehrheit der Polen diesen Standpunkt vertritt. Aber es ist die Staatsführung, die diese Situation anheizt. Sie will uns davon überreden, dass es der Wunsch des polnischen Volkes ist“, sagte der Präsident.

„Natürlich machen wir uns darum Sorgen“, gab Alexander Lukaschenko zu. Der Staatschef wies auch darauf hin, dass Belarus in der gegenwärtigen Situation Anti-Terror-Maßnahmen angekündigt hat und gemeinsam mit Russland mit dem Aufbau einer regionalen Gruppe an der westlichen Grenze begonnen hat.

Der Präsident wurde nach der Stärke dieser Gruppe gefragt. „Unsere Armee, das sind etwa 70.000 Mann. Sie bildet die Basis dieser gemeinsamen Gruppierung. In der gegenwärtigen Situation ca. 10.000 bis 15.000 russische Soldaten zu fordern wäre nicht nötig. Russland hat eh genug Probleme. Davon werden wir ausgehen. Wir bereiten die Jung vor“, antwortete er.

Alexander Lukaschenko wurde an seine Aussagen erinnert, dass Belarus nicht in den Krieg hineingezogen werde. „Schaffen Sie das? Halten Sie durch? Werden Sie imstande sein, dieses Szenario zu vermeiden?“, fragte ein Journalist.

„Auf jeden Fall. Selbst wenn wir hineingezogen werden, werden wir in der Lage sein zu widerstehen. Wir werden diese Flanke verteidigen können. Ich möchte die Quellen nicht nennen, aber es wird offen gesagt, dass wir angegriffen werden. Die Amerikaner sagen aus Warschau: „Wir werden geradeaus gehen“. Wir hören diese Erklärungen. Was heißt „geradeaus“? Das heißt über Belarus, so wie es einige getan haben. Das wird ihnen kaum gelingen. Wir sehen es, wir hören es, und wir machen uns Sorgen. Wir tun alles, um diese Plänen zu vereiteln. So sieht heute unsere Politik aus“, sagte der belarussische Staatschef.

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