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25 Februar 2024, 14:44

Lukaschenko: Wenn der Westen der Ukraine weiterhin so „hilft“ wie jetzt, sind ihre Tage gezählt 

MINSK, 25. Februar (BelTA) – Wenn der Westen der Ukraine weiterhin so „hilft“, wie er es jetzt tut, sind ihre Tage gezählt. Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko vor Journalisten nach der Stimmabgabe bei den Parlaments- und Kommunalwahlen in Minsk.

Der Staatschef wurde gefragt, ob er irgendwelche Aussichten für eine friedliche Beilegung des Ukraine-Konflikts sieht und ob es dafür neue Gründe gibt. „Es gibt mehr als genug Gründe. Sie sehen, wie sich die Ereignisse in der Ukraine entwickeln – alles ist schlecht“, sagte der Präsident. Dabei gehe es nicht nur um die Situation bei Awdejewka. „Mit Awdejewka wäre längst alles gelöst, wenn die Russen wie im Großen Vaterländischen Krieg gekämpft hätten. Aber sie hätten sonst Hunderttausende von Menschen im Stich gelassen und noch mehr ließen sie sterben. Ich weiß genau, wie sorgfältig und behutsam das russische Militär und Präsident Putin vorgehen müssen“, sagte Alexander Lukaschenko. „Putin sagt mir immer: Es wäre schade, wenn Menschen sterben würden. Wir könnten schneller sein, aber in diesem Fall werden Zivilisten sterben, und zwar sehr viele.“

Ich sehe, dass die Russen einen sehr ernsthaften Kurs auffriedliche Lösung dieses Konfliktseingeschlagenhaben. Besonders jetzt. Man möchte in dieser Situation nicht die eigenen Menschenleben riskieren“, betonte er.

Die Ukraine und ihre Verbündeten seien jedoch der Meinung, dass sie „groß“ seien und über ein hohes BIP verfügten, also sollten sie den Krieg auf keinen Fall verlieren. „Aber das sollte man anders betrachten und bewerten. Es geht um die Entschlossenheit der Menschen und materielle Ressourcen, um Reserven“, sagte der Staatschef. „Wer hat mehr? Russland hat mehr. Es ist im Boden. Amerika und Europa drucken US-Dollar und Euro, aber das wird alles zusammenbrechen, es ist alles Papier. Russland hat dagegen seine Militärindustrie hoch gefahren, sie produzieren eine riesige Menge an Waffen.“

 

„In diesem Zusammenhang sollte die NATO darüber nachdenken, wie Russland diese riesige Menge an modernster Munition und anderen Waffen, die jetzt produziert werden, verwenden wird“, sagte Lukaschenko. „Sie sollten den Kopf einschalten. Und jetzt Halt machen. Es gibt eine Möglichkeit zu verhandeln. Entnazifizierung, Entmilitarisierung und so weiter sind Begriffe. Das alles wird am Verhandlungstisch entschieden. Das ist Politik. Aber wenn der Westen der Ukraine so helfen wird, wie er es im Moment macht, sind die Tage der Ukraine gezählt. Das soll Wolodmyr Selenskyj wie „Vaterunser“ verstehen“, betonte der Staatschef.

Das ukrainische Militär habe dies verstanden. Dort wisse man, wie viele Menschen sterben würden. „Man wirft unvorbereitete Menschen in diese Knochenmühle rein. Die Leute werden geschlachtet, es ist ein One-Way-Ticket“, so Lukaschenko.

 

„Wenn die Ukrainer jetzt nicht mit Russland verhandeln werden, werden sie ihr Land komplett verlieren“, sagte der belarussische Staatschef. „Wenn die ukrainischen Soldaten jetzt weglaufen oder einfach aufhören zu kämpfen, werden die Polen den westlichen Teil der Ukraine einnehmen (was für uns inakzeptabel ist, wir werden hier auf der Seite der Ukrainer stehen), und Russland wird den südlichen Teil bis nach Transnistrien abschneiden. Was wird übrig bleiben, nur Kiew?“

Alexander Lukaschenko ist davon überzeugt, dass jetzt Verhandlungen notwendig sind, um die Ukraine zu retten. „Und dann... Es wurde bereits gesagt, viele Leute wissen, auch im Westen, dass Russland den zukünftigen Generationen das Recht gibt, über das Schicksal östlicher Gebiete zu entscheiden. Sollte es ein Referendum geben, so soll die Frage nach territorialer Zugehörigkeit dieser Gebiete beschlossen werden. Sie sollen selbst entscheiden, ob sie in der Ukraine oder in Russland bleiben wollen. Das ist ein Schritt zurück“, sagte der Staatschef. „Die Krim bleibt russisches Territorium, so haben die Russen beschlossen. Auch der Westen ist damit einverstanden.“

Im Moment, so der Präsident, gebe es viele Gründe zu Verhandlungen, und wir sollten uns in diese Richtung bewegen.

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