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Präsident
08 August 2022, 13:45

Lukaschenko: Wer läuft, kommt aus der Krise heraus, wer zu Fuß geht, wird zerquetscht

MIORY, 8. August (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat heute in Miory das Metallwalzwerk besucht. Im Anschluss trat er vor Journalisten und Werkarbeiter und erzählte über die Wege, wie man die wirtschaftlichen Sanktionen überwinden kann.

Angesichts des Sanktionsdrucks sei es wichtig zu wissen, was das jeweilige Unternehmen noch könne. Angeschlagene Unternehmen sollten in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken, sagte er. „Es gilt, jedes Unternehmen zu prüfen und zu schauen, woran es dort mangelt. Ich bin heute hier, um Sie zu fragen, was Ihnen fehlt. Und ich kann feststellten, dass einigen Leitern heute eine richtige Peitsche fehlt.

Der Präsident ist davon überzeugt, dass die Mitarbeiter des Metallwalzwerks in Miory bereit sind, auch unter sehr schwierigen Bedingungen zu arbeiten. Das Werk hat Zukunft und kann seine Produktion gut absetzen. „Ich weiß, Ihr Werk stellt hochwertiges dünnes Blech her. Das können nur wenige Unternehmen auf der Welt tun. Aufträge gibt es genug. Sie sind bereit zu arbeiten, aber das Problem lautet wie immer: das Vertrödeln. Probleme sollen prompt und unverzüglich gelöst werden. Man wollte uns mit Sanktionen erwürgen. Auch Ihr Werk hat gelitten, als Folge hat es sich in ein fast funktionsunfähiges Unternehmen verwandelt. Aber es gibt Werke, gegen die man keine Sanktionen verhängt hat, und sie tun wenig. Wer stört sie daran, gut zu arbeiten?“

Alexander Lukaschenko betonte, dass es eine große Nachfrage nach einheimischen Produkten gibt, die die gesamte Palette der Landmaschinen und ihrer Komponenten betrifft. „Deutsche und amerikanische Unternehmen sind aus Russland abgezogen, das heißt – für uns hat sich ein riesiger Markt eröffnet. Der Industrieminister berichtet: Unser Gomselmasch schafft es zeitlich nicht, die Komponenten für das russische Rostselmasch herzustellen“, so der belarussische Staatschef.

„Es besteht eine große Nachfrage nach unseren Waren“, betonte der Präsident. „Es ist eine Zeit der Chancen, und nur diejenigen werden diese Chancen nutzen, die schnell genug sind. Wir werden aus der Krise hinauskommen, wenn wir laufen werden. Wenn wir zu Fuß gehen, werden wir überholt, zerquetscht und zertrampelt“.

Der Präsident stellte fest, dass die Wirtschaft ungeachtet der Sanktionen immer nach Wegen für eine gute Kooperation sucht. „Wer Ihr Produkt braucht, wird dieses Produkt erhalten. Wir werden alle möglichen Wege finden, egal wie – über Afrika, Asien usw., aber wir werden Ihr Produkt unbedingt an die Kunden verkaufen. Und das tun wir auch“, sagte Alexander Lukaschenko.

Die Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Rohstoffen aufgrund der Sanktionen können nach Ansicht des Präsidenten gelöst werden, da der russische Eisen- und Stahlmarkt aus denselben Gründen unter Druck steht und die Russen, bildlich gesprochen, bereit sind, das Metall teelöffelweise an diejenigen zu exportieren, die es kaufen wollen.

Der Präsident ist überzeugt, dass das Werk in Miory unter den derzeitigen Bedingungen über alle Voraussetzungen für eine effiziente Arbeit verfügt. Es besteht ein leichter Mangel an qualifizierten Fachkräften, aber der Präsident schlug vor, dieses Problem durch die Einladung von Studenten und deren abschließende Ausbildung hier zu lösen.

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