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25 April 2024, 17:28

Lukaschenko: Westen sieht Osteuropa als potenziellen Kriegsschauplatz

MINSK, 25. April (BelTA) -  Der Westen betrachtet Osteuropa als potenziellen Kriegsschauplatz. Das erklärte Präsident von Belarus und Vorsitzender der Allbelarussischen Volksversammlung Alexander Lukaschenko am zweiten Tag der AVV-Sitzung.

Laut Alexander Lukaschenko baut Washington seine Angriffskapazitäten in Europa weiter aus. So werden im Dezember 2023 amerikanische Raketenabwehrbasen auf polnischem Territorium in Betrieb genommen.

"Wir betrachten die Möglichkeit des Einsatzes der dort stationierten Tomahawk-Marschflugkörper, die Ziele in der gesamten Tiefe des belarussischen Territoriums und des europäischen Teils der Russischen Föderation bis zum Ural erreichen können, als eine reale Bedrohung für uns. Wenn es sich um eine reale Bedrohung handelt, müssen wir uns ihr stellen", betonte der Präsident. - Wir haben die Fakten der permanenten Luft- und Weltraumaufklärung durch westliche Staaten in Richtung Osten registriert. Nahezu das gesamte verfügbare Arsenal der NATO-Staaten - von strategischen Aufklärungsflugzeugen bis hin zu unbemannten Luftfahrzeugen - sowie die entsprechenden Fähigkeiten der Partnerstaaten sind daran beteiligt", so der Präsident.

Das Staatsoberhaupt wies darauf hin, dass sich die Intensität der NATO-Aufklärungsflüge seit dem vergangenen Jahr vervielfacht habe. Sie liege im Durchschnitt bei 40 bis 50 Einsätzen pro Woche. Seit 2019 werden Flugzeuge der australischen Luftwaffe zur Radarkontrolle des Luftraums von Belarus und der westlichen Regionen Russlands eingesetzt. "Was wollen die hier?" - fragte der Präsident rhetorisch.

"All dies geschieht vor dem Hintergrund hoher militärischer Aktivitäten. Von Jahr zu Jahr nimmt die Zahl der Einsatz- und Gefechtsübungen auf dem Territorium Polens und der baltischen Staaten zu. Gleichzeitig nehmen auch militärische Formationen der Streitkräfte der Vereinigten Staaten und anderer westlicher Länder an den meisten dieser Übungen teil", sagte Alexander Lukaschenko.

Die Manöverserie "Defender-2024" der NATO und der USA, die derzeit im europäischen Raum stattfindet, ist in ihrer geographischen Ausdehnung und der Anzahl der beteiligten Kräfte und Mittel beispiellos: rund 90.000 Mann, bis zu 15.000 Technikeinheiten, rund 300 Flugzeuge und mehr als 70 Schiffe.

"Die Ziele der Veranstaltungen und die Art der Aufgaben, die bis Ende Mai geplant sind, zeugen davon, dass der Westen unsere Region als potenziellen Schauplatz militärischer Operationen betrachtet. Der Feind ist identifiziert: Russland und Belarus", sagte das Staatsoberhaupt.
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