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03 Dezember 2021, 12:51

Lukaschenko: Westen stellt Ultimatum an Minsk, Belarus in eine zweite Ukraine zu verwandeln

MINSK, 3. Dezember (BelTA) – Der Westen hat ein Ultimatum an Belarus gestellt: Das Land soll zur zweiten Ukraine werden. Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko in der heutigen Besprechung zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes.

Belarus befinde sich derzeit im Zentrum der globalen Konfrontation zwischen dem Westen und Russland, sagte das Staatsoberhaupt. In diesem Konflikt würden dennoch einige Kommunikationskanäle offen gehalten, so dass es trotz Spannungen zu einem Dialog kommen könne. Belarus erhalte ebenfalls einige Signale aus dem Westen und reagiere auf sie.

Der kollektive Westen, so Lukaschenko, erhebe keine Ansprüche mehr, sondern stelle harte Forderungen und Ultimaten an Belarus. „Es wird von uns verlangt, dass wir Belarus zu einer neuen Ukraine machen. Ich zitiere: „zu einem demokratischen, zukunftsorientierten, entwickelten Staat wie die Ukraine“. Darauf haben wir dem Westen vor ein Paar Tagen klar geantwortet: Wir werden niemals wie die Ukraine werden. Weil Belarus eine eigene Vorstellung davon hat, wie es seine Zukunft zu gestalten hat“, sagte der belarussische Staatschef.

Nach Meinung des Staatschefs habe der kollektive Westen im August 2020 versucht, Belarus zu destabilisieren. Das sei ihm nicht gelungen. Diese Pläne, Belarus als einen Balkon zwischen dem Westen und Russland zu demolieren und auf seinem Territorium eine Art Sicherheitsbarriere bis zum Smolensk zu errichten, habe der Westen seit dem Zerfall der Sowjetunion gehegt. Diese Pläne seien gescheitert.

In Bezug auf seine jüngsten Äußerungen zur Situation rund um die Ukraine sagte der Staatschef, er habe es nicht vor, die Situation zu eskalieren. Belarus habe alle notwendigen Mechanismen, demokratische Veränderungen zu vollziehen. Ultimaten werde das Land auch nicht mehr dulden.

Auslandsbotschafter, die „ihre Koffer packen“, weil der belarussische Präsident als Reaktion auf das neue Sanktionspaket gegen Belarus sie des Landes verweisen kann, bat Alexander Lukaschenko darum, ruhig ihre Arbeit im Land fortzusetzen. Niemand werde von heute auf morgen aus dem Land rausgeschmissen.

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