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19 Januar 2024, 12:10

Lukaschenko wies die Regierung an, die Nachfrage nach einheimischen Autos zu befriedigen 

MINSK, 19. Januar (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die Regierung und den zuständigen Ressortminister angewiesen, alles zu tun, um die Nachfrage der Bevölkerung nach einheimischen Autos zu befriedigen. Das sagte er heute beim Besuch des Automobilwerks SZAO BelGee in Borissow. 


Die Automobilindustrie in Belarus sei ein Vogel mit anderthalb Flügeln, sagte Lukaschenko bildhaft. Im Land würden Lastkraftwagen, Muldenkipper und Busse hergestellt, aber die Produktion von Personenkraftwagen sei weniger entwickelt. „In dieser Reihe sollte auch ein Personenkraftwagen zu finden sein. Das haben Belarussen nötig. Wir müssen jeden Menschen erreichen. Die Wartezeiten sind zu lang. Die Menschen wollen einheimisches Auto kaufen. Es ist die Aufgabe der Regierung und des Ressortministers, diese Nachfrage zu befriedigen, koste es was es wolle. Wir müssen die Produktion von Personenkraftwagen so weit wie möglich steigern“, betonte der Staatschef. 

Derzeit entwickelt sich die Produktion von Personenkraftwagen in Belarus hauptsächlich in zwei Richtungen. Das Automobilwerk BelGee produziert mehrere Marken. Die zweite Richtung, die erst kürzlich entstanden ist, ist die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller FAW unter der Marke Hongqi. 

Alexander Lukaschenko betonte, wie wichtig die Entwicklung der Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern ist, die über moderne Kompetenzen in der Automobilindustrie verfügen. 

Ein Problem bleibt jedoch für die Hersteller in Belarus bestehen - die Lokalisierung. "Wir müssen mehr selbst produzieren", sagte er.



Die Arbeit an der Entwicklung und Herstellung einheimischer Personenkraftwagen wird in Belarus in mehreren Richtungen fortgesetzt.

Das erste Automobilwerk ist SZAO BelGee. Das Werk hat eine Lizenz für die Produktion des Modells X50 erhalten. Es wird daran gearbeitet, eine Reihe von Autoteilen und Materialien durch einheimische zu ersetzen. Für das Jahr 2024 ist geplant, eine Lizenz für zwei weitere Modelle - X70, S50 - zu erhalten. Es wird ein Plan für die Modernisierung des Werks vereinbart, um die Kapazität auf 120.000 Fahrzeuge pro Jahr zu erhöhen, wobei ein Zweischichtbetrieb vorgesehen ist.

Die Lizenzen für die Modelle X50, X70 und S50 werden es ermöglichen, die Arbeit an der Importsubstitution von Fahrzeugkomponenten zu intensivieren und schließlich Kompetenzen nicht nur für die Produktion von Personenkraftwagen, sondern auch für deren Entwicklung und Modernisierung zu schaffen.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften entwickelt auf der Basis von X50-Modell ein einheimisches Elektroauto.

Das Joint Venture ZAO UNISON stellt in Belarus chinesische HONGQI-Automobile her (FAW). Die bestehenden Vereinbarungen ermöglichen in Zukunft nicht nur die Montage von großen, sondern auch von kleinen Einheiten von Personenkraftwagen mit anschließender Lokalisierung der einzelnen Baugruppen und Komponenten.

Generell steigert Belarus dynamisch die Produktion von Kraftfahrzeugen in verschiedenen Bereichen. Das Land führt zwei Pilotprojekte zur Umstellung des Personenverkehrs auf Elektrobetrieb (in Schodino und Schklow) durch und baut die entsprechende Infrastruktur auf. Die Fertigstellung der Projekte und die Auslieferung der Elektrofahrzeuge ist für das 1. Quartal 2024 geplant. Ziel ist es, den Personenverkehr intensiv mit den mit Strom betriebenen Fahrzeugen auszustatten und somit die Luftverschmutzung zu reduzieren und die Kompetenzen des Landes bei der Produktion von Elektrofahrzeugen und Ladestationen in der Praxis zu entwickeln.


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