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Präsident
18 August 2022, 13:02

Lukaschenko will im Land Gartenbau entwickeln: Welche Aufgaben stehen vor Regierung und Landwirten

KREIS GRODNO, 18. August (BelTA) - Die geschaffenen Bedingungen ermöglichen es, die Obstbauindustrie vollständig mit eigenem Obst und eigenen Beeren zu versorgen. Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat diese Ankündigung bei einer Besprechung über die Obstgartenanlagen und die Versorgung des heimischen Marktes mit Obst- und Gemüseerzeugnissen abgegeben.

Alexander Lukaschenko wies darauf hin, dass es in jeder Region schöne Obstgärten gibt, die aber offensichtlich nicht ausreichen. Der Präsident weist die Regierung und die regionalen Exekutivkomitees regelmäßig an, die Anbauflächen für ertragreiche Obst- und Beerensorten zu vergrößern und die Obstgärten wiederzubeleben. Das staatliche Programm "Agrarwirtschaft" stellt für diese Zwecke dauerhaft Gelder aus dem Staatshaushalt zur Verfügung. 2022 sind dafür rund Br 2 Mio. bereitgestellt.

Die Obstanbaufläche nehme jedoch jedes Jahr ab, sagte der Staatschef. Im Jahr 2010 waren es 40,5 Tausend Hektar, während es Anfang 2022 erst 27 Tausend Hektar waren. "Die Fläche nimmt zwar ab, aber wenn wir auf der reduzierten Fläche drei- bis viermal so viel produzieren können wie in der Region Grodno, dann ist das kein Problem. Aber bisher gibt es nichts dergleichen, also müssen wir mit den Flächen vorsichtig sein", sagte der Präsident.

Auch die Produktivität der Obstplantagen ist zurückgegangen: So lag der durchschnittliche Ertrag an Obst und Beeren im Jahr 2021 bei 38,5 cwt/ha, das sind 2 % weniger als im Jahr 2020.

Der Staatschef hat in diesem Zusammenhang hingewiesen, dass die die Erträge bei privaten Landwirten im Gegenteil vierfacher höher seien. Er machte an dieser Stelle darauf aufmerksam, dass sich in Belarus drei Forschungsinstitute mit dem Selektieren und der Anpassung von fremden Sorten an heimische Klimabedingungen beschäftigen, und die neuen Sorten werden ständig entwickelt. Im staatlichen Register sind fast 150 Bezeichnungen von Obst- und Beerensorten erfasst, 50 davon sind Apfelsorten. Der Präsident ist der Auffassung, dass all das den Obstzuchtzweig mit eigenen Obst- und Beerensorten versorgen lässt.

Darüber hinaus seien auch technische Vorschriften für den Anbau entwickelt worden, die man nur noch befolgen müsse, betonte der Präsident.

Früher war es schwer vorstellbar, dass Wassermelonen, Melonen, Pfirsiche und Blaubeeren im belarussischen Klima wachsen würden, aber heute haben wir das. Sowohl in privaten Haushalten als auch in Bauernhöfen. "Wir sollten die landwirtschaftlichen Großbetriebe ermutigen, aktiver dieses Obst und Beeren anzubauen", sagte der Staatschef.

Das Staatsoberhaupt hat auch das Thema der Lagerung von landwirtschaftlichen Produkten angesprochen. Ihm zufolge sollte man erst über genug Lagerungskapazitäten verfügen, um mit der Entwicklung des Gartenanbaus anzufangen.

Der Staatschef erinnerte auch an seine Anweisung, Obstgärten den Bildungseinrichtungen zuzuordnen. Die so genannten Patengärten seien keine neue Praxis, dies sich bewährt habe, sagte der Staatschef. Er meint, diese Praxis werde heute wiederbelebt.

Das Staatsoberhaupt erkundigte sich bei der Regierung und den Wissenschaftlern: Welche Maßnahmen werden ergriffen, um ertragreiche Obstgärten anzulegen? Wie kommt die Entwicklung moderner belarussischer Sorten und Technologien im Intensivgartenbau voran? Wie gut sind Lagereinrichtungen für die geernteten Früchte vorbereitet? Was für Volumen der in der Zwischensaison für den Inlandsverbrauch und den Export angebauten Produkte wird erwartet?

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