KREIS DRIBIN, 13. März (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko stimmt die Landwirte auf eine schnellere Entwicklung der Tierzucht ein. Das erklärte er beim Besuch eines Zuchtbetriebs im Kreis Dribin, wo Hereford-Rinder gezüchtet werden.
„Wenn du jetzt in der Lage bist, diese Rinder zu exportieren, wenn die Nachfrage hoch ist, dann sag, was du brauchst, und wir tun das. Das wird ein gutes, rentables Projekt sein. Wenn die Nachfrage besteht, müssen wir ihm freie Laufbahn schaffen“, betonte der belarussische Staatsführer. „Wir müssen in Dribin investieren. Hier kann man gut arbeiten. Der Staat wird helfen. Aber man muss hier für Ordnung und eiserne Disziplin sorgen. Das hängt vom Leiter ab.“
Alexander Lukaschenko fragte, welche Pläne der Kreis Dribin im Bereich der Tierzucht und Fleischproduktion hat. Die örtlichen Erfahrungen könnte man auch in anderen Regionen des Landes nutzen, bemerkte er.
Der Staatsoberhaupt stimmte die Landwirte ein, auf Nachfrage zu achten und Exporte zu steigern. Dabei sollen die Tierhaltungskomplexe immer gut bestückt sein und keinesfalls leer stehen. „Dafür sind sehr genaue Berechnungen erforderlich. Vor allem im Gebiet Witebsk“, betonte er.
Die Fleischrinderbestände seien auf hohem Niveau zu halten, und nicht nur für Exporte, sondern auch für den eigenen Bedarf. „Es wäre ein Verbrechen, mit 18 Prozent Rentabilität dieses Geschäft zu vernachlässigen“, sagte er.
Fleischrinderzucht habe im Kreis Dribin sehr gute Aussichten, stellte Alexander Lukaschenko fest. Deshalb habe er diesen Ort heute besichtigt, gab er zu.
Er schlug dem Kreisleiter vor, über die Entwicklung dieser Branche nachzudenken und wenn nötig andere Kreise einzubeziehen. Die Entwicklung der Milchkuhherde sei rentabel, jetzt müsse man Rindfleisch genauso rentabel machen. Darüber solle man sich auch in der Regierung Gedanken machen. Man solle beschließen, wo man weitere Komplexe bauen solle.
Der Minister für Landwirtschaft und Ernährung informierte den Staatschef über die Entwicklung der Fleich- und Milchwirtschaft in der Region und im ganzen Land. Der Rindviehbestand soll innerhalb von fünf Jahren verdoppelt werden. Aktuell beträgt der Fleischrinderbestand etwa 5.000 Tiere. „Wir wollen den Bestand vergrößern, von 5.000 auf 10.000 Tiere bis 2030“, sagte er.
In Dribin werden Hereford-Rinder gezüchtet. Diese Rasse gehört weltweit zu den beliebtesten Fleischrinderrassen. Sie zeichnet sich durch hohe Ausdauer, Genügsamkeit und ein ruhiges Wesen aus. Tiere dieser Rasse passen sich hervorragend an Kälte an und nehmen schnell an Gewicht zu. Ihr Fleisch hat eine gleichmäßige Fettschicht und gilt als "Marmorfleisch". Die Tiere haben eine dunkelrote Farbe und einen gedrungenen Körperbau. Das Gewicht der Bullen erreicht 900–1350 kg.
