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Präsident
17 Juni 2022, 18:11

Lukaschenko: Wir sind nicht allein auf der Welt, alle haben die Nase voll vom Diktat des Westens

BOBRUISK, 17. Juni (BelTA) – Belarus ist nicht allein auf der Welt. Alle Staaten haben die Nase voll vom Diktat des Westens. Das erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko heute vor Journalisten in Bobruisk.

Der Staatschef besuchte heute den Produktionsbetrieb der OAO Belshina (Reifen) und sprach vor der Belegschaft. „Wir werden schon durchhalten. Wir sind nicht allein auf dieser Welt. Alle haben die Nase voll von diesem Diktat der Amerikaner und des Westens. Deshalb steht eine Neuordnung der Welt an. Die Welt wird sich völlig verändern, selbst in den nächsten zwei Jahren. Machen Sie sich also keine Sorgen. Ich habe Ihnen einmal von einer großen Tribüne gesagt: Ich bitte Sie, machen Sie Ihre Arbeit. Alle anderen Probleme sind meine Sache. Machen Sie sich keine Sorgen, wir werden schon überleben.“

Über die Sanktionen sagte Alexander Lukaschenko folgendes. „Man kann nur dort Druck ausüben, wo es Substanz gibt. Wenn Ihr Werk nicht wettbewerbsfähig wäre und wenn die amerikanischen und japanischen Hersteller in Ihnen keine Konkurrenz sehen würden, würde niemand auf uns Druck ausüben“.

„Wir sind eine hochtechnisierte und gebildete Nation. Wir sind in der Lage, im Wettbewerb zu bestehen. Wir werden konkurrieren. Wir besitzen alles, um wirtschaftlich überleben zu können – Fachkräfte, Spezialisten, Führungskräfte, Macht. Vielleicht sollten wir ein bisschen besser sein, einen halben Schritt voraus. Das ist vielleicht nicht immer möglich. Leben ist Leben“, sagte der Präsident. „Wir werden durchhalten. Nicht nur, weil wir nicht anders können. Sondern weil wir dazu fähig sind. Aber das Wichtigste ist, dass wir heute so gefragt sind wie nie zuvor“, sagte Alexander Lukaschenko.

Der Staatspräsident ist sich sicher, dass alle anderen Motive nur ein Vorwand für Druck und Sanktionen sind, und dass der Westen in diesem Zusammenhang auch die Menschenrechte manipuliert.

Der Präsident verwies auf den Erfolg von Belarus in den Jahren seiner souveränen Entwicklung. So hat sich beispielsweise die Agrarindustrie entwickelt, während es in den 90er Jahren sogar Brot nur auf Gutscheinen gab und die Läden leer waren.

Was die Sanktionen und ihre Auswirkung auf die Versorgung mit Rohstoffen und Komponenten und die Zahlungen betrifft, so räumte der Präsident ein, dass es Schwierigkeiten gibt, die aber durchaus lösbar sind. So sind beispielsweise die Preise für Kalidünger infolge der Sanktionen gestiegen, und Belarus wird in diesem Jahr das benötigte Geld auch mit weniger Lieferungen erwirtschaften.

In Bezug auf die Lieferung des ukrainischen Getreides sagte Lukaschenko: „Der billigste Lieferweg führt über Belarus. Wir haben das Problem mit Putin besprochen. Ich sagte ihm: „Es geht nicht um das Getreide in der Ukraine. So viel Vorräte gibt es dort nicht. Es geht darum, dass der Westen Belarus und Russland vorwerfen wird, dass wir eine weltweite Hungersnot verursacht haben. Der Westen wird den Afrikanern und Asiaten sagen: „Schaut nur zu, was zwei Diktatoren machen!“

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