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Präsident
15 November 2021, 12:39

Lukaschenko: Wir wollen keinen Konflikt an unserer Staatsgrenze zulassen

MINSK, 15. November (BelTA) - Belarus will keinen Konflikt an der Staatsgrenze zulassen, erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bei einem Treffen mit der Arbeitsgruppe zur Fertigstellung des Verfassungsentwurfs.

"Unsere Journalisten und andere haben Recht, wenn sie Schlussfolgerungen machen, dass Polen diesen Konflikt heute braucht. Interne Probleme, Probleme mit der Europäischen Union sind mehr als genug. Und dann fängt dieses Gedränge und Schießen an der Staatsgrenze an. Ich möchte noch einmal betonen: Wir wollen keinen Konflikt an unserer Staatsgrenze. Das ist absolut zu unserem Nachteil“, sagte der Präsident.

"Wir brauchen nicht, dass diese armen Leute in Minsk und Grodno herumliefen und unsere Leute anstrengten. Vor allem an der Staatsgrenze, wo die Grenzsoldaten heute verstärkt im Einsatz sind", betonte der belarussische Staatschef.

Der Staatschef unterstrich, dass Belarus der Flüchtlingslager nahe der Grenze, in dem sich Tausende von Migranten aufhalten, unter Schutz hat. "Wir müssen ihn bewachen, um zu verhindern, dass dort Waffen auftauchen. Ich habe schon oft darüber gesprochen, aber diese Vorwürfe kommen immer wieder", bemerkte der Präsident.

Alexander Lukaschenko ist überzeugt, dass die Situation rund um das Migrantenlager an der Grenze bewusst eskaliert wird, auch um Russland in diesen Konflikt hineinzuziehen.

In diesem Zusammenhang wies er auf die jüngsten Entwicklungen am Schwarzen Meer hin. Der belarussische Präsident habe in seinem jüngsten Telefongespräch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auch dieses Thema erörtert: "Sehen Sie mal, was am Schwarzen Meer geschieht. Gestern hatten wir ein langes Gespräch mit dem russischen Präsidenten über dieses Thema. Die Amerikaner und die NATO verhalten sich dort abscheulich. Sie hetzen dort auf", sagte der belarussische Staatschef.

Die Spekulationen über eine absichtliche Verschärfung der Situation durch Belarus und Behauptungen, Alexander Lukaschenko zwinge den Westen, nach seinen eigenen Regeln zu spielen, hält der Präsident für dumm und unbegründet.

Der Staatschef betonte, dass Belarus humanitäre Hilfe für Migranten an der Grenze organisiert habe, und dankte den Parlamentsabgeordneten gesondert für die geleistete Arbeit.

"Die Behauptung, wir würden die Lieferungen humanitärer Hilfe verhindern, ist völlig wahnsinnig. Ohne diese humanitäre Hilfe wäre die Hälfte dieser Menschen dort bereits gestorben", sagte Alexander Lukaschenko und dementierte damit weitere Spekulationen über die Migrationskrise.

"Ich will nicht wahrsagen, aber was die Europäer jetzt tun, wird im Frühjahr auf sie zurückfallen", fügte der belarussische Staatschef hinzu.

Der Staatschef erläuterte, dass er die Situation mit den Migranten an der Grenze angesprochen habe, weil "sie eine der Spannungen in unserem Land“ sei. Was andere wichtige Themen betrifft, die der Präsident in letzter Zeit verfolgt (Erntekampagne und Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln), so ist die Lage stabil. "Alles läuft gut hier, in einem guten Tempo", sagte Alexander Lukaschenko.

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