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09 Januar 2024, 17:28

Lukaschenko würdigte den Beitrag von BELTA zur Bewahrung der historischen Erinnerung und verlieh einen Sonderpreis

MINSK, 9. Januar, (BelTA) - Bei der feierlichen Verleihung des Präsidentenpreises "Für geistige Wiedergeburt", der Sonderpreise für Kultur- und Kunstschaffende und des "Belarussischen Sportolymps" würdigte Staatschef Alexander Lukaschenko den Beitrag der Belarussischen Telegrafenagentur zur Bewahrung der historischen Erinnerung.



Die Belarussische Telegrafenagentur BelTA, die Nationale Staatliche Fernseh- und Rundfunkgesellschaft und die Generalstaatsanwaltschaft wurden mit einem Sonderpreis des Präsidenten von Belarus für Künstler und Kulturschaffende für ihren bedeutenden Beitrag zur Bewahrung der historischen Erinnerung und der Wahrheit über den Großen Vaterländischen Krieg und die Umsetzung der Projekte "Letzte Zeugen", "Völkermord. Ohne Recht auf Leben".



Alexander Lukaschenko überreichte die Urkunden der Sonderpreisträger an Irina Akulowitsch, Generaldirektorin von BelTA, und Irina Bufetowa, führende Kunstredakteurin.

"Für uns ist klar: Frieden ist der wichtigste Wert für jede Nation, insbesondere für die belarussische. Denn wir kennen seinen Preis. Die Projekte "Letzte Zeugen" und "Völkermord. Ohne Recht auf Leben" sind eine Hommage an das Gedenken an die unschuldigen Opfer und Helden des Großen Vaterländischen Krieges. Heute danken wir dem Autorenteam unserer Staatsanwaltschaft, der Belarussischen Telegrafenagentur und der Nationalen Staatlichen Fernseh- und Rundfunkgesellschaft, die all den Schmerz und das Leid der Menschen des Krieges an sich heranlassen. Diese Filme sind eine Chronik der schrecklichen Verbrechen, die wir uns selbst und denjenigen, die die historische Verantwortung dafür tragen, nicht vergessen lassen werden. Unsere Erinnerung ist eine Garantie für den Frieden in der Zukunft. Wie ich bereits gesagt habe, wenn wir den Weg zu den Tempeln und Denkmälern dieses Krieges vergessen – dann kommt wieder der Krieg", betonte Alexander Lukaschenko während der Zeremonie.

Das Buch " Letzte Zeugen " ist ein gemeinsames kreatives Projekt von BelTA und der Generalstaatsanwaltschaft. Die Publikation enthält die Geschichten von jugendlichen Häftlingen der Konzentrationslager der Nazis, die von Ermittlern während der Untersuchung des Strafverfahrens wegen Völkermordes am belarussischen Volk durch die Generalstaatsanwaltschaft aufgezeichnet wurden. Die Materialien der Journalisten, die ein Jahr lang auf BelTA-Ressourcen veröffentlicht wurden, bildeten die Grundlage für das Buch, das zeitlich mit dem Jahr der historischen Erinnerung zusammenfällt.

"Man muss sich darüber im Klaren sein, dass dies nicht nur ein Buch ist. Das Projekt begann mit Materialien, die in der Zeitung „7 Dnej“ veröffentlicht wurden. Und die gesamte Redaktion hat sehr hart an diesem Projekt gearbeitet: Im Laufe des Jahres wurden 22 Materialien über Menschen, die die Schrecken des Krieges überlebt haben, veröffentlicht", sagte Irina Akulowitsch, Generaldirektorin von BelTA.



Die Journalisten mussten eine Riesenmenge an Informationen verarbeiten - Abertausende von Zeugenaussagen über schreckliche Ereignisse und Verbrechen. Die Korrespondenten trafen KZ-Häftlinge und ließen ihre Tragödien, ihren Schmerz und ihre Hoffnungen in eigene Herzen einfließen. Diese Geschichten bildeten die Grundlage für eine Reihe von Dokumentarfilmen - tragisch und schwer, aber gleichzeitig auch sehr berührend und warmherzig. Die veröffentlichten Materialien wurden dann in das Internetprojekt "Jenseits der Trauer der Erinnerung" aufgenommen.



"Danach wandten wir uns an die Generalstaatsanwaltschaft mit dem Vorschlag, ein Buch zu veröffentlichen, um all diese Geschichten auf Papier festzuhalten. Wir haben 1.500 Exemplare herausgegeben - sie waren sofort ausverkauft, und wir mussten sogar Nachdrucke anfertigen", so Iryna Akulowitsch. - Diese sehr wichtige Arbeit ist für jeden von uns notwendig, denn jeder Belarusse hat den Schmerz dieses Krieges in seinen Genen: viele Menschen haben ihre Verwandten und Freunde verloren, jede Familie hat ihre eigene tragische Geschichte. Wir müssen diese Erinnerung bewahren und sie an die nächsten Generationen weitergeben. Natürlich werden wir diese Arbeit fortsetzen - in anderen Büchern, in anderen Projekten, aber mit der gleichen Wärme und dem gleichen Schmerz.



Die Erinnerungen von KZ-Häftlingen können niemand gleichgültig lassen. Doch die Geschichte von Emilija Kopytok, einer Bewohnerin von Borisow, beeindruckte sie am meisten. Sie, ein 10-jähriges rothaariges Mädchen, das von ihren Eltern liebevoll Belotschka (Eichhörnchen- Anm. v. Übersetzer) genannt wurde, durchlief sechs Konzentrationslager. Und überlebte!

"Wenn ein Kind Badewannen mit Menschenfett sieht, aus dem Seife hergestellt wird, wenn kleine Kinder und Mütter vor seinen Augen getötet werden - das kann man nicht ohne Schmerz lesen", betonte Irina Akulowitsch.
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