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24 April 2024, 16:28

Lukaschenko zum Autoritätsverlust Washingtons und Londons in der internationalen Arena

MINSK, 24. April (BelTA) - Der Präsident der Republik Belarus Alexander Lukaschenko sprach über Autoritätsverlust von Washington und London in der internationalen Arena. Das Staatsoberhaupt machte die entsprechenden Aussagen in seiner Rede auf der 7. Allbelarussischen Volksversammlung in Minsk.

"Destabilisierungskriege erzeugen Tausende von Flüchtlingsströmen. Wer profitiert davon? Diejenigen im Ausland, die diesen jahrzehntelangen blutigen Action-Film inszenieren und anschauen. Sie sehen zu und zählen die Gewinne. Die westlichen transnationalen Konzerne, vor allem die angelsächsischen, haben sich in den letzten Jahren erheblich bereichert. Das ist wahr", sagte der Präsident. - Aber sagen Sie mir, sind Washington und London in diesen Jahren in Bezug auf ihr politisches Ansehen und ihre Autorität auf der internationalen Bühne stärker geworden? Nein. Im Gegenteil, wir sehen, wie das Bild der einst wirklich einflussreichen Mächte bröckelt. Und es ist nicht mehr weit bis zum wirtschaftlichen Zusammenbruch. Experten sprechen bereits lauthals davon, dass die globale Dollarpyramide ins Wanken geraten ist".

Alexander Lukaschenko erinnerte in seiner Rede an die Konflikte nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Echo der Bombenangriffe auf Dresden und der Atombombenabwürfe auf Japan sei später in Korea, Vietnam, Angola, Nicaragua, Panama, Jugoslawien, Irak, Libyen, Afghanistan und Syrien zu spüren gewesen. "Das waren alles neue geopolitische Ziele, hinter denen die Neuaufteilung der Märkte für Öl, Gas, seltene Metalle und andere Mineralien stand. Dafür wurden Menschen getötet", so der belarussische Staatschef.

Er nannte Libyen - einst das reichste Land der Welt. Im Jahr 2010, vor der Aggression, wurde das BIP Libyens auf über 75 Milliarden Dollar geschätzt. Heute ist das Land in Fragmentierung und Rohstoffwirtschaft versunken.

In Syrien sind in einem zehnjährigen Bürgerkrieg, der mit dem Ziel eines politischen Regimewechsels entfesselt wurde, mehr als 300.000 Menschen ums Leben gekommen.

Und auf afghanischem Gebiet ist der ISIS wieder aufgetaucht. "Es ist bekannt, wessen Projekt das ist. Sie sät Gewalt und Tod weit über ihre Lager hinaus. Es ist bekannt, für wessen Geld und mit wessen Waffen", sagte das belarussische Staatsoberhaupt.

Er betonte, dass Kriege für Geld und um des Geldes willen noch nie jemanden stärker gemacht haben. Die Gläubiger von Kriegen bereicherten sich entweder durch den Handel mit Waffen oder trieben sie in die Verschuldung, wie es heute am Beispiel der brüderlichen Ukraine geschehe.

"Wessen Position ist durch das Massaker zwischen Israel und Palästina gestärkt worden? Syrien und Libanon sind in den Krieg im Nahen Osten hineingezogen worden. Und schauen Sie, wie filigran, subtil alles getan wird, um Israel und den Iran zu pushen. Praktisch Atommächte. Das ist natürlich weit weg von uns. Aber weit nur geografisch. Aus der Sicht der belarussischen Interessen, auch der wirtschaftlichen, ist es sehr nah. Deshalb ziehen sie den Spannungsherd in den Süden, um den eurasischen Markt, die kulturellen und freundschaftlichen Beziehungen endgültig zu zerstören", so der belarussische Staatschef.

Alexander Lukaschenko erklärte, dass dies vom Hegemon gemacht wird, der seine Hegemonie verliert: "Und die Hegemonie in der Welt ist ein großer Reichtum für sie. Man braucht nichts zu tun, wenn man eine Druckmaschine hat, kann man Dollars drucken. Und reich sein."
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