
MINSK, 29. August (BelTA) – Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit sollte eine eigene Währung für den internationalen Zahlungsverkehr schaffen. Dies erklärte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko in einem Interview mit der China Media Group.
„Bei einer der Sitzungen habe ich unseren Kollegen vorgeworfen, dass wir zu langsam handeln. Vielleicht hätten wir schon längst eine eigene Währung für internationale Abrechnungen schaffen sollen. Vielleicht wird es der Yuan sein, vielleicht eine andere gemeinsame Währung. Aber ohne ordentlichen Anstoß können wir uns nicht bewegen. Diesen Standpunkt habe ich vertreten“, sagte Alexander Lukaschenko.
Nach den Worten des Präsidenten hätte eine solche Erklärung zwar möglicherweise keine Unterstützung bei seinen internationalen Kollegen gefunden, aber man habe ihm zugehört. Gleichzeitig, so der Staatschef, entwickle sich die Shanghaier Organisation gründlich und ruhig. „Vielleicht müssen wir lernen, uns ruhig und selbstbewusst nach chinesischem Vorbild zu entwickeln. Deshalb schreiten wir in dieser Hinsicht voran“, sagte er.
Auf die Frage nach den Erwartungen an den SOZ-Gipfel in Tianjin betonte der belarussische Staatschef, dass er nichts Außergewöhnliches erwarte. Er gehe davon aus, dass es sich um eine gewöhnliche Diskussion der drängendsten Fragen mit ausländischen Kollegen handeln werde.
„Wenn ich mich in einer Frage mit ausländischen Staatschefs einigen kann, ist das für uns schon eine große Sache. Wir sind kein globales Land, wir leiden nicht unter Globalismus. Es reicht uns, nach chinesischem Vorbild Schritt für Schritt voranzukommen, und so werden wir uns gut entwickeln“, schloss Alexander Lukaschenko.