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Präsident
29 April 2021, 13:00

Melioration, Hausgärten, alte Farmen: Lukaschenko will Ordnung im ländlichen Raum schaffen

MINSK, 29. April (BelTA) – Präsident Alexander Lukaschenko fordert, mehr Ordnung im ländlichen Raum zu schaffen. Das sagte er heute in der Besprechung mit Regierungsbeamten und Ressortministern zur aktuellen Situation in der Agrarindustrie.

Trotz der Corona-Pandemie und Turbulenzen auf den globalen Ernährungsmärkten hat die einheimische Agrarindustrie nicht nur alles Mögliche getan, um die Ernährungssicherheit in Belarus zu gewährleisten, sondern einen bedeutenden Beitrag in die Wirtschaft und zum Exportwachstum zu leisten, waren sich alle Besprechungsteilnehmer einig.

Alexander Lukaschenko machte auf einige Mängel und Defizite aufmerksam, die in der nächsten Zeit dringend beseitigt werden sollten. Dabei bezog er sich auf seinen jüngsten Besuch in den von der Tschernobyl-Katastrophe betroffenen belarussischen Gebieten.

„Ich bestehe darauf, die Melioration ganzer Landstriche zu beschleunigen. Wir verlieren Tausende Hektar Ackerfläche. An vielen Stellen wächst Wildnis heran. Morgen werden ganze Gebiete mit unnötigen Bäumen bewachsen sein. Wald haben wir genug. Aber die Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit durch Melioration ist die Aufgabe von nationaler Bedeutung“, sagte der Staatschef und gab dem Landwirtschaftsminister und dem Vizepremier entsprechende Anweisungen. Für eine erfolgreiche Umsetzung dieser Aufgabe sollte in jedem Kreis eine Sonderbrigade eingerichtet werden. In jedem Gebiet soll die Melioration zur Chefsache werden.

Alexander Lukaschenko machte darauf aufmerksam, dass es sich heute nicht nur darum gehe, Ordnung auf dem Lande zu schaffen. Eine effektive Bodennutzung und Ackerbau seien lebenswichtig für die Entwicklung der Viehzucht, denn Tiere brauchten Futter.

Ein weiteres Problem auf dem Lande ist eine große Anzahl brachliegender Vorgärten und verlassener Dorfhäuser. Die örtliche Verwaltung wurde vor die Aufgabe gestellt, sich dieses Problems anzunehmen. Leerstehende Häuser sollen entweder einen Eigentümer finden oder abgerissen werden. Im zweiten Fall sollten die Flächen rekultiviert und landwirtschaftlich genutzt werden.

Alexander Lukaschenko machte auf einen positiven Trend der letzten Jahre aufmerksam, und zwar: immer öfter ziehen die Stadtbürger aufs Land und erwerben herrenlose Grundstücke und verfallene Häuser.

Auch für alte, ungenutzte Farmen sollte es so schnell wie möglich eine Lösung gefunden werden, fordere der Staatschef. „Wir haben Milch- und Wirtschaftsbetriebe gebaut. Das hat uns die Möglichkeit gegeben, auf angeschlagene Bauten zu verzichten und in die neuen umzuziehen. Aber was zurückgeblieben ist, muss nicht zum „Denkmal für Misswirtschaft“ werden. Auf diesen Territorien muss man alles in Ordnung bringen!“, forderte der Staatschef.

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