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Präsident
27 März 2020, 13:26

„Minsk soll kein zweites Moskau werden“: Lukaschenko warnt vor der Bebauung der Hauptstadt

KREIS MINSK, 27. März (BelTA) – Beim Besuch des staatlichen Unternehmens der Gipsindustrie Belgips hat sich der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko mit der Betriebsbelegschaft getroffen und auf ihre Fragen geantwortet.

Die Gipsproduktion war im Jahr 2019 aus der Hauptstadt in die Kleinsiedlung Gatowo umgezogen. Auf dem ehemaligen Gelände des Betriebs will die Betriebsleitung ein Wohnviertel errichten, um unter anderem seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Mietwohnungen zu versorgen.

„Sie wollen dort Wohnungen bauen? Das können wir diskutieren“, sagte der Staatschef und versprach in Anwesenheit des Vorsitzenden des Direktorenrates der Körperschaft „Wolma“, Juri Gontscharow, die Gipsindustrie weiter zu unterstützen. In der Branche habe es seit 2014 keine Probleme gegeben.

In Belarus gebe es sehr viele Organisationen und Unternehmen, die in Minsk Wohnhäuser für ihre Mitarbeiter bauen wollten, sagte Lukaschenko. „Ich sage es ehrlich. Wir haben genug Wohnraum in Minsk. Wenn wir noch mehr Wohnungen in der Hauptstadt bauen werden, laufen wir Gefahr, ein zweites Moskau zu werden. Das ist meine große Besorgnis, dass Minsk sich wie Moskau, New York oder London in eine dicht besiedelte Agglomeration verwandelt. Was für ein Leben kann man denn dort führen?“, fragte der Staatschef.

Er erinnerte daran, dass an Bauträger in Belarus bestimmte Anforderungen gestellt würden: In erster Linie würden Landstücke an Organisationen vergeben, die über eigene Ressourcen für den Wohnungsbau verfügten. Wer einfach in Minsk Wohnhäuser bauen und sich auf Kosten der Menschen bereichern wolle, habe in Belarus nichts zu suchen, warnte der Präsident.

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