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Präsident
06 Oktober 2022, 13:27

„Preisaufschlag für Äpfel 300%!“ Lukaschenko fordert harte Konsequenzen für Preistreiber

MINSK, 6. Oktober (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat in der heutigen Besprechung mit dem Wirtschaftsblock der Regierung ein härteres Vorgehen gegen Spekulanten und Preistreiber gefordert.

Besondere Aufmerksamkeit widmete das Staatsoberhaupt dem Problem der so genannten unlauteren Vermittlung. „Was heißt das – unlautere Vermittlung? Es darf überhaupt keine Vermittlung geben“, sagte der belarussische Staatschef.

„Wenn es darum geht, die einheimischen Produkte auf dem belarussischen Markt zu verkaufen, so muss es dabei so gut wie fast keine Zwischenhändler geben. Die Produzenten sollen hier die Hauptrolle spielen. Wenn wir einen Traktor außerhalb des Landes verkaufen, dann sollte der Produzent, also das Minsker Traktorenwerk MTZ, den Preis und die Bedingungen bestimmen, egal wo das Produkt geliefert wird, nach Russland oder China. Und wenn das Unternehmen dabei auf die Hilfe eines Zwischenhändlers angewiesen ist, so soll der Zwischenhändler nicht das Sagen haben. Sonst treiben Vermittler und Zwischenhändler die Preise entlang der gesamten Warenkette in die Höhe.“

Der Staat unterstütze landwirtschaftliche Erzeuger großzügig mit billigen Krediten, die an die Verarbeitungsbetriebe vergeben würden, sagte Lukaschenko. Es würden auch günstige Bedingungen für den Handel geschaffen. „Aber ungeachtet dieser Unterstützungsmaßnahmen steigen die Preise für Milch, Brot, Fleisch, Getreide und andere sozial relevante Produkte monatlich an“, empörte sich das Staatsoberhaupt.

Noch schlimmer sei die Situation bei den Non-Food-Artikeln, deren Preise seit Jahresbeginn um 18 % gestiegen seien. „Wenn es um solche Marken wie Adidas, Nike oder Zara geht, meinetwegen. Es gibt viele Verrückte, die dieses importierte Zeug zu Mondpreisen kaufen wollen. Sollen sie das tun. Aber unsere Schuhe und Kleidung, die wie in Belarus produzieren, sind im Preis gestiegen“, betonte der Präsident. „Schuld daran sind auch einige Geschäftsleute, die den Wechselkurs missbrauchen und die Preise nicht „zurückdrehen“, wenn der Kurs sinkt.“

„Haben die Gouverneure, die Regierung und die Nationalbank das nicht gesehen? Haben Sie es nicht bemerkt? Und diejenigen, die es bemerkt haben, warum haben sie nicht aufgeschrien und die Gerechtigkeit nicht wiederhergestellt?“ fragte Alexander Lukaschenko rhetorisch.

„Spekulanten können leicht von Unterbrechungen der Lieferkette profitieren“, betonte der Präsident. „Das Komitee für staatliche Kontrolle informiert: Es gibt Fakten, wenn Zwischenhändler Äpfel, Zwiebeln, Rüben und Kohl, die von unseren landwirtschaftlichen Betrieben angebaut wurden, mit einem Preisaufschlag von 300 Prozent verkauft haben!“ In diesem Zusammenhang forderte Alexander Lukaschenko die Verantwortlichen auf, in die Situation einzugreifen und das Problem unverzüglich zu lösen.

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