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Präsident
21 November 2022, 13:22

„Sieht nach einer Absprache aus“: Lukaschenko zum Raketeneinschlag in Polen

MINSK, 21. November (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hält den jüngsten Vorfall, den Raketeneinschlag in Polen, für eine Art „Spielabsprache.“ Das sagte er bei einem Treffen mit dem Leiter der russischen Republik Udmurtien Alexander Bretschalow.

Alexander Lukaschenko zeigte sich zuversichtlich, dass Belarus und Russland dem Druck des Westens standhalten werden: „Ich bin sicher, dass auch Russland davon ausgeht, dass wir dem Druck des so genannten kollektiven Westens standhalten können. Nicht nur in militärischer, sondern vor allem in wirtschaftlichen Hinsicht. In den Medien wird gegen uns ein gewaltiger Krieg geführt.“

In diesem Zusammenhang wies das Staatsoberhaupt darauf hin, dass er alle Debatten zu diesem Thema genau verfolge, auch jene, die in Russland geführt würden. In Belarus werde nicht weniger diskutiert, sagte er.

In der letzten Zeit mache nur eine Nachricht Schlagzeilen, und zwar „in Polen ist eine Rakete eingeschlagen“, sagte Lukaschenko. „Nur stellt niemand richtige Fragen. Zum Beispiel: Warum ist diese verrückte Rakete, die von ukrainischem Territorium abgefeuert wurde, um eine russische Rakete abzufangen, plötzlich nach Westen abgebogen war? Auf diese Fragen sollen Waffenprofis endlich eine Antwort geben. Das ist kein Zufall. Solche Zufälle gibt es nicht.“

„Na gut. Angenommen, die russische Rakete war bereits hinter Lwow und flog auf die polnische Grenze zu“, fuhr der Präsident fort. „Aber warum hat die ukrainische Flugabwehr die S-300-Rakete auf einen NATO-Staat abgefeuert? Und die wichtigste Frage, die niemand beantwortet und zu der die Amerikaner schweigen: In diesem Moment, als die Ukrainer die S-300-Rakete abfeuerten, worauf schossen sie denn? Auf welche Objekte? Zu diesem Zeitpunkt befanden sich keine Raketen in der Luft. Es herrscht Schweigen. Und die Amerikaner schweigen, sie sagen nichts. Denn sie wissen, dass wir auch dieses Gebiet kontrollieren. Und wir sehen alles."

„Wir warten auf die Antworten zu ganz simplen Fragen. Warum wurde genau während des G20-Gipfels plötzlich ein NATO-Staat angegriffen, wie es ursprünglich dargestellt wurde? Wissen Sie, ich habe Angst, voreilige Schlüsse zu ziehen, aber es sieht nach einer reinen „Spielabsprache“ aus. Man hat sich halt etwas verrechnet und es starben Menschen. Die polnische Staatsführung schuldet ihren Bürgern eine Antwort auf die Fragen, wie es dazu kommen konnte, warum das polnische Territorium beschossen wurde, wer diesen Einschlag arrangiert hat, warum die Rakete plötzlich von Osten nach Westen abbog und auf welche Objekte denn geschossen wurde, wenn es zu jener Zeit sich keine Objekte in der Luft befanden. Das sind Fragen, die beantwortet werden sollten, und dann wird sich alles klären“, sagte der belarussische Staatschef.

Alexander Lukaschenko lobte die Reaktion des US-Präsidenten Joe Biden: „Man sollte ihm zugutehalten, dass er ehrlich gesagt hat: Entschuldigung, aber das war keine russische Rakete.“

„Heute wird gegen uns ein erbitterter Krieg geführt. Der Vorfall mit der Rakete zeigt deutlich: Wer einen Fehler macht, gibt ihn nicht zu, sondern versucht, ihn mit allen Mitteln zu vertuschen, um ihn so schnell wie möglich vom Tisch zu haben. Im Westen wird darüber kaum noch gesprochen. Die Polen und die Ukrainer bedauern sehr, dass es keine russische Rakete war, die flog. Sie wollen uns provozieren, sie wollen die Situation eskalieren lassen.

In dieser Lage müssen wir an unsere Menschen und unsere Wirtschaft denken. Die Wirtschaft ist die Grundlage für alles. Wenn die Wirtschaft stabil bleibt, brauchen wir keinen Krieg zu fürchten. Ich denke, wenn es einen Gott gibt, wird er das alles bald offenbaren“, sagte der belarussische Präsident.

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