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Technologiediktatur und neue Produkte: Lukaschenko stellt Agrarindustrie vor große Aufgaben

Präsident 19.04.2019 | 16:58

MINSK, 19. April (BelTA) – Präsident Alexander Lukaschenko hat in seiner Jahresbotschaft an das belarussische Volk und die Nationalversammlung aufgezählt, was er von der Agrarindustrie in der nächsten Zukunft erwartet. Er forderte von der Landwirtschaft eine eiserne Einhaltung von Technologien („Technologiediktatur“), Arbeitsdisziplin und eine aktive Einführung neuer Erzeugnisse in die Produktion.

„Knallharte Technologiediktatur und Arbeitsdisziplin sind heute die wichtigsten Aufgaben für die Landwirtschaft. Hier müssen alle an einem Strang ziehen, vom Leiter des Wirtschaftsbetriebs und Spezialisten bis zu Polizeibeamten. Außerdem müssen in der Pflanzen- und Tierzucht neue Produktionsarten in Angriff genommen werden. Jeder Kreis ist aufgefordert, jeder Kreis braucht seine eigene Strategie. Was angebaut oder gezüchtet werden soll, das entscheidet jeder Kreis für sich – aufgrund von Boden- und Wetterbedingungen. Wir müssen Importe reduzieren und einheimische Produzenten fördern. Auch wenn das oft schwer ist“, sagte Alexander Lukaschenko.

Die Großserienproduktion bildet die Grundlage für landwirtschaftliche Entwicklung, betonte der Staatspräsident. „Dieses Produktionsmodell hat sich als sehr effektiv erwiesen. Der Staat wird nicht nur Großproduzenten unterstützen, sondern auch Farmer.“

Der Staatschef erinnerte daran, dass landwirtschaftliche Großbetriebe eine große soziale Verantwortung tragen, während die Farmer in der Regel nur den Boden fordern: „Wir brauchen Ackerboden und keine Wirtschaften… - sagen sie. Das bedeutet: Wir brauchen keine landwirtschaftlichen Betriebe, keine Farmen, keine Getreidelager. Und was noch schlimmer – aus ihrer Sicht sind Dörfer und Menschen überflüssig...“

„Landwirtschaftliche Großbetriebe tragen heute Verantwortung nicht nur für die Menschen in den alten Dörfern, sie modernisieren den ländlichen Raum. Wir haben landesweit fast 1500 Agrarstädtchen errichtet – nicht ohne Hilfe von Großproduktionsbetrieben. Diese Betriebe nahmen zahlreiche Kredite, auch um die soziale Infrastruktur auf Vordermann zu bringen. Sie bauten Wohnhäuser, Straßen, Gesundheitsstationen, Läden und Klubs. Sie finanzieren auch noch den Unterhalt dieser Einrichtungen“, stellte Alexander Lukaschenko fest.

Belarus werde auch dem neuen globalen Trend folgen – der Herstellung organischer Produkte unter Verwendung „grüner“ Technologien. In Minsk werde ein Sondermarkt entstehen, wo nur Öko-Produkte angeboten würden. Ökologisch saubere Lebensmittel seien im Trend, der Gesamtumsatz sei auf über $100 Milliarden gestiegen, die Rentabilität betrage 15%. Belarus müsse auf keinen Fall zurückbleiben und eine eigene Nische auf diesem Markt besetzen.

Ein weiteres Problem, dass unbedingt gelöst werden solle, seien übermäßige Obst- und Gemüseimporte. „Zwei Drittel der importierten Früchte und Gemüse können wir in Belarus anbauen. Die Gartenwirtschaften musste man lange schon in Ordnung bringen“, forderte der Präsident. Wenn es notwendig sei, müsse man neue Gärten anlegen, mehr produktive Obstbäume und Sträucher pflanzen.

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