Projekte
Services
Staatsorgane
Samstag, 10 April 2021
Minsk 0°C
Alle Nachrichten
Alle Nachrichten
Präsident
22 Februar 2021, 15:47

Kooperation, Finanzen, Integration und Produktion des Impfstoffs – Informelle Verhandlungen zwischen Lukaschenko und Putin

Foto aus dem Teegramm-kanal "Pul Perwogo"
Foto aus dem Teegramm-kanal "Pul Perwogo"

SOTSCHI, 22. Februar (BelTA) – Das Treffen des belarussischen Präsidenten, Alexander Lukaschenko, und des russischen Präsidenten, Wladimir Putin, wird in Sotschi durchgeführt. Das teilte ein BelTA-Korrespondent mit.

Der belarussische Staatschef hob den Satz aus der Eröffnungsrede von Wladimir Putin hervor, wie selten es heute ist, dass sich die Staatschefs unter vier Augen treffen. „Ich denke, dass wir dieses Format der Kommunikation fortsetzen werden. Ernsthafte Gespräche in gewöhnlicher Kleidung (informelle Gespräche - Anm. BelTA). Das zeugt davon, dass wir einfach nahestehende Personen sind, wir haben sehr nahe Nationen und Länder. Und wir können unsere ernsten Probleme in jeder Form besprechen“, sagte Alexander Lukaschenko.

Ihm zufolge gibt es keinen Grund, Dinge zu erfinden, denn die Seiten haben viel getan, auf Regierungsebene wurde Arbeit geleistet. Der Präsident erinnerte daran, dass zuvor etwa 30 Richtungen der Zusammenarbeit und Fahrpläne skizziert worden waren. Und früher vereinbarten die Staatsoberhäupter beim Treffen in Sotschi, dass die Regierungen der beiden Länder werden daran zu arbeiten - zu aktualisieren und zu modernisieren. „In der Tat haben die Regierungen vieles getan. Sowohl Russlands als auch Belarus. Sie haben das Format aktualisiert. Botschafter Semashko hat mir heute berichtet, dass es wahrscheinlich sechs oder sieben Fahrpläne gibt, an denen unsere Regierungen arbeiten. Alle anderen sind unterzeichnungsreif. Deshalb gibt es einen Aktionsplan“, sagte der belarussische Präsident.

Alexander Lukaschenko dankte dem russischen Staatschef auch für die Unterstützung, die die russische Seite der belarussischen Wirtschaft gewährt. „Ich muss Ihnen mitteilen, dass es nicht umsonst ist. Das Geld wurde nicht in den Sand gesetzt“, betonte er.

In diesem Zusammenhang wies das Staatsoberhaupt darauf hin, dass mindestens die Hälfte des belarussischen Handelsumsatzes mit Russland verbunden ist und das relativ kleine Belarus der viertwichtigste Handelspartner Russlands ist. Das Land verbraucht eine Menge russischer Komponenten und Rohstoffe. „Deshalb danke ich Ihnen. Sie müssen wissen, dass wir kein Geld in den Sand gesetzt haben. Wir investieren in die Endproduktion und kaufen in Russland eine große Menge an Rohstoffen und Komponenten. Und dieses Volumen nimmt ständig zu. Und wenn wir die geplanten Projekte umsetzen, die wir für 5 Jahre genehmigt haben, werden sich die Importe aus Russland deutlich erhöhen“, sagte Staatschef von Belarus.

Alexander Lukaschenko erklärte, dass die volle Inbetriebnahme des Belarussischen Atomkraftwerks etwa 5 Mrd. Kubikmeter Erdgas einsparen wird. Dennoch wird der Bedarf an diesem Rohstoff nicht abnehmen, weil der Bau einer neuen Stickstoffanlage in Grodno geplant ist. „Und das ist Erdgas. Wir werden also weiterhin Erdgas in immer größer werdenden Mengen verbrauchen. Das Projekt wird 1,2-1,3 Mrd. kosten. Es geht um ein neues Kombinat. Wir haben Erfahrungen. Wir haben bereits ein Kombinat. Deshalb wollen wir die Menge der Stickstoffdünger erhöhen. Wenn Sie uns die Anweisung geben, das Thema zu untersuchen, sind wir bereit, dieses Projekt gemeinsam mit Gazprom zu realisieren“, sagte der Präsident.

Alexander Lukaschenko bedankte sich für die Zusammenarbeit in der Bildung, insbesondere für die Ausbildung belarussischer Studenten an russischen Universitäten. „Obwohl wir ein anständiges Bildungsniveau haben, nutzen unsere jungen Menschen aktiv die Hochschuleinrichtungen der Russischen Föderation, um eine anständige Ausbildung zu erwerben“, sagte er.

Der Präsident schnitt auch das Thema der Bekämpfung des Coronavirus und der Impfstoffproduktion an. Er verwies auf die Leistungen russischer Wissenschaftler auf diesem Gebiet. „Was die Produktion von Impfstoffen angeht, haben Sie bereits drei registrierte Impfstoffe. Und weitere sind in der Entwicklung. Wir gehen auch diesen Weg. Bis zum Herbst werden wir auch unseren eigenen Impfstoff haben, wir haben Spezialisten. Aber gerade jetzt kaufen wir sie aktiv bei Ihnen ein. Dieses Thema der Impfstoffe demonstriert das höchste Niveau der Wissenschaft in der Russischen Föderation. Und Wissenschaft kann ohne Bildung nicht existieren. Das hatte einen großen Einfluss auf die Ausbildung unserer Menschen in der Russischen Föderation. Es kommen auch Leute aus Russland hierher. Gott sei Dank, wir haben hier keine Barrieren“, sagte Alexander Lukaschenko.

„Ich bin dankbar, dass Sie meine Bitte erhört haben und den Eisenbahnverkehr zwischen den beiden Ländern öffneten, die Kapazität erhöhten und unseren Bürgern die Möglichkeit gaben, per Luft zu reisen. Ich denke, in nicht allzu ferner Zukunft werden wir auch den Autoverkehr öffnen. Wir haben keine Probleme. Wir sind hier nicht geschlossen“, sagte der Staatschef. Er bemerkte, dass Russland Spezialisten nach Belarus geschickt hat und diese dafür gesorgt haben, dass die Länder ungefähr auf dem gleichen Niveau der Morbidität sind. „Glücklicherweise ist die Inzidenz inzwischen stark rückläufig. Hoffentlich werden wir bis zum Herbst oder Sommer die Nullgrenze erreichen“, fügte der Präsident von Belarus hinzu.

Im Gespräch über die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern betonte Wladimir Putin, dass Fragen der finanziellen Unterstützung sicherlich wichtig sind, aber sie sind nicht die Hauptsache. „Am wichtigsten ist die gemeinsame Arbeit und die Zusammenarbeit in der Realwirtschaft. Es ist wahr, dass während der Epidemie unser Handelsumsatz um 15% gesunken ist. Aber er macht immer noch $28,5 Mrd. aus, was eine sehr wichtige Zahl ist“, sagte er.

Die Staatsoberhäupter kommunizierten weiterhin beim Skifahren.

Abonnieren Sie uns auf
Twitter
Letzte Nachrichten aus Belarus