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14 Juni 2024, 12:43

„Wir werden Sie an die Wand stellen!“ Lukaschenko warnt vor Korruption und nennt brisante Fakten

MINSK, 14. Juni (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat heute eine Besprechung einberufen und in Anwesenheit der Mitglieder des Ministerrates vor Korruption gewarnt, mit harten Konsequenzen gedroht und besonders brisante Fälle bekannt gemacht.
 
„Ich möchte Ihnen einige Informationen zukommen lassen. Sie müssen vorstellen, wie der Arbeitstag des Präsidenten beginnt. Es ist traurig, aber wahr. Ich habe einmal alle gewarnt. Ich bin mir sicher, dass es hier in dieser Runde Menschen gibt, die mich den Satz sagen hörten: „Lieber arm und mittellos in Freiheit leben als reich im Gefängnis sitzen.“ Im Volk ist dieser Satz sehr populär“, sagte das Staatsoberhaupt. 

„Wie Sie verstehen, habe ich das nicht umsonst gesagt. Und ich möchte mir auch nicht vorwerfen lassen oder daran erinnert werden, dass ich vor oder während einer Wahlperiode immer auf so einem Anti-Korruptionspferd reite. Kluge Journalisten haben längst bemerkt, dass Lukaschenko schon seit 30 Jahren auf diesem Pferd reitet.“

Alexander Lukaschenko erinnerte daran, dass er es war, der die erste Anti-Korruptionskommission in der Geschichte des Landes leitete: „Und ich habe nicht vergessen, wo ich herkomme. Ich habe diese Ungerechtigkeit gesehen. Wegen der Korruption rostet die Wirtschaft, sie fügt unserem Staat schweren Schaden zu. Nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in politischer Hinsicht.“

Der Präsident nannte dabei einige Korruptionsfälle, in die hochrangige Beamten verwickelt waren. Über solche Fälle wird er regelmäßig von den Sicherheitsbehörden informiert.

Einer der jüngsten Korruptponsfälle ist der Fall Pjotr Dulub, erster stellvertretender Leiter der belarussischen Eisenbahn. Das Ermittlungskomitee hat gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet. „Der Angeklagte hat in seiner Wohnung und in seinem Landhaus Geldmittel in Höhe von über $3,2 Millionen versteckt“, sagte Alexander Lukaschenko.

„Ich werde niemanden mehr um etwas bitten oder überreden. Wer einen Schritt nach links oder nach rechts tut, wird sofort an die Wand gestellt. Das sage ich öffentlich. Wenn man Probleme lösen muss, muss ich selbst diese Probleme benennen, Aufgaben stellen, ihre Erfüllung kontrollieren und im Nachhinein auch noch diese Probleme selbst lösen. Das ist das letzte Gespräch, das ich in dieser Runde führe. Egal, wie die Wahlkampagne verlaufen wird. Ich habe es Ihnen schon einmal gesagt. Ich mache mir keine Sorgen darüber, ob Sie mich unterstützen werden oder nicht. Ich werde mit dem belarussischen Volk schon eine Einigung erzielen. Ich werde mit ihm eine gemeinsame Sprache. Ich spreche seit 30 Jahren eine Sprache mit dem belarussischen Volk. Aber Sie sollten darüber nachdenken, mit wem Sie zusammenarbeiten werden“, warnte der belarussische Staatschef.

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