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Wirtschaft
06 Mai 2021, 15:57

Belarus hat Zufluss ausländischer Direktinvestitionen im Jahr 2020 erhöht

Alexander Tscherwjakow. Archivfoto
Alexander Tscherwjakow. Archivfoto

MINSK, 6. Mai (BelTA) – Belarus gehört zu den wenigen Ländern, die den Zufluss ausländischer Direktinvestitionen auf Nettobasis im Jahr 2020 gesteigert haben. Das sagte der belarussische Wirtschaftsminister, Alexander Tscherwjakow, im Interview mit der Zeitung „SB. Belarus segodnja“ (dt. Belarus heute), wie die Nachrichtenagentur BelTA berichtet.

Ihm zufolge hat sich der Wettbewerb um ausländische Investitionen in den letzten Jahren stark verschärft. Dies ist u. a. eine Folge der schrumpfenden internationalen Investitionsströme, die durch die negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie verursacht wurden.

„Nach UNCTAD-Angaben 2020 sanken ausländische Direktinvestitionen auf Nettobasis um 42% weltweit. Gleichzeitig betrug der Rückgang in den Industrieländern 69%, in den Entwicklungsländern 12% und in Schwellenländern 77%. Belarus gehörte zu den wenigen Ländern, die im vergangenen Jahr den Zufluss ausländischer Direktinvestitionen auf Nettobasis erhöht haben - $1,4 Mrd. oder plus 6,6%. Dies zeigt, dass unsere Wirtschaft nicht an Attraktivität verloren hat und für Investoren weiterhin interessant ist. Am wichtigsten ist, dass sich die Struktur der ausländischen Direktinvestitionen verbessert hat. Der Anteil der Reinvestitionen lag bei über 30%. Dies unterstreicht einmal mehr das Vertrauen und die Bereitschaft ausländischer Investoren, ihre Gewinne in unserem Land zu belassen und in die weitere Entwicklung zu investieren“, bemerkte der Wirtschaftsminister.

Alexander Tscherwjakow erinnerte daran, dass im vergangenen Jahr 56 neue ansässige Unternehmen in Freien Wirtschaftszonen und im Industriepark „Great Stone“ mit einem Gesamtvolumen der deklarierten Investitionen von ca. $280 Mio. registriert und 2,5 Tausend neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Davon sind 30 ansässige Unternehmen mit ausländischem Kapital mit einer Gesamtinvestition von $240 Mio. und 1,5 Tsd. neuen Arbeitsplätzen. Der größte Handelspartner und Investor in die belarussische Wirtschaft ist traditionell Russland. Auf es entfällt ein Fünftel des gesamten ausländischen Kapitals. Zu den Top-5-Ländern gehören auch Zypern, die Niederlande, Deutschland und die USA.

Die neuen Investitionsprojekte, deren Umsetzung im Jahr 2020 gestartet hat, zeichnen sich durch ihren produktiven Charakter aus und konzentrieren sich auf die fortschrittliche Verarbeitung von lokalen Rohstoffen. Insbesondere werden solche Holzverarbeitungsprojekte in den Regionen Witebsk und Grodno realisiert.

„Die Wettbewerbsvorteile von Belarus sind gut bekannt. Das sind natürlich die günstige geographische Lage an der Kreuzung von zwei großen Integrationsverbänden - der EU und der EAWU, entwickelte Transportkommunikationen und Infrastruktur sowie hochqualifizierte Arbeitskräfte, das bedeutende wissenschaftlich-technische Potenzial. Und, natürlich, das Vorhandensein von Territorien mit Präferenzregimen für Investoren in verschiedenen Bereichen. Gleichzeitig verstehen wir, dass es unter den Bedingungen eines harten Wettbewerbs um Kapital notwendig ist, Bedingungen zu schaffen, die zumindest nicht schlechter sind als die in den Nachbarländern. In dieser Richtung führen wir umfangreiche Reformen durch, um unsere Investitionsattraktivität zu erhöhen. Die Transformationen werden eine Vielzahl von Beziehungen betreffen, die Steuer- und Investitionsgesetzgebung wird verbessert“, resümierte der Minister für Wirtschaft.

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