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Belarus hofft mit Abkommen zwischen EAWU und Drittstaaten auf Exportwachstum

Wirtschaft 15.10.2019 | 18:26

MINSK, 15. Oktober (BelTA) – Belarus rechnet darauf, mit dem Abschluss von Freihandelsabkommen zwischen der Eurasischen Wirtschaftsunion und Drittstaaten seine Exporte zu steigern. Das sagte der erste stellvertretende Außenminister Andrej Jewdotschenko im Vorfeld der Sitzung des Präsidiums des Ministerrates zur Ankurbelung und Diversifizierung der Exporte.

„Wir bemühen uns sehr darum, gemeinsam mit unseren Partnern in der Eurasischen Wirtschaftsunion Gespräche mit Drittstaaten zu führen und entsprechende Handelsabkommen mit ihnen zu schließen. Wir bieten Vertragsparteien richtige Präferenzen an. Einige Freihandelsabkommen sind bereits in Kraft getreten wie mit Vietnam oder werden in Kürze in Kraft treten, etwa mit Iran, Ägypten und Serbien. Zur Zeit schließen wir Verhandlungsgespräche über die Schaffung einer Freihandelszone mit Israel ab, es stehen Gespräche mit Indien an. Die EAWU hat eine Liste aus ca. 12 Staaten, mit denen sie alle 2 bis 3 Jahre ein Freihandelsabkommen schließen möchte“, sagte er.

Bis Ende 2019 werden sich alle 5 Staaten der Eurasischen Wirtschaftsunion darauf einigen, mit welchen Ländern sie weitere Handelsabkommen schließen wollen. „Im September 2020 soll der Rat der Eurasischen Wirtschaftskommission einen Bericht vorgelegt bekommen, in dem wir alle jene Staaten bestimmen, mit denen die Zusammenarbeit möglich und erstrebenswert ist“, sagte Jewdotschenko.

Die industrielle Produktion sei ein wichtiger Faktor für mehr Exporte. Der erste Vizeminister für Auswärtige Angelegenheiten hält es für notwendig, exportorientierte Betriebe zu fördern, zum Beispiel aus eigenen Mitteln oder mit Hilfe von Investoren. Gute Vorbilder für starke Exporte gebe es in Belarus bereits, zum Beispiel Stadler, BelGee, Belagroterminal.

Das Finanzministerium hat einen Erlass zur Förderung von Exportunternehmen initiiert. Dieser Erlass wird vom Staat, von den Regionen und aus der Wirtschaft unterstützt. Im Haushalt sind dafür Geldmittel vorgesehen.

Große Hoffnungen verbindet der erste Vizeaußenminister mit Dienstleistungsexporten. Ihr Potential ist so hoch, dass sie nach Tempo die Warenexporte übersteigen könnten. 47 Prozent aller Dienstleistungsexporte entfallen auf die Transportbranche. Die Informationstechnologien liegen auf Platz 2. Gutes Potential zeigen andere Dienstleistungsbranchen wie Bildung, Banken, Versicherung. In vielen Staaten werden Dienstleistungen stärker exportiert als Waren.

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