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Wirtschaft
25 März 2020, 17:46

Belarus wird Verpflichtungen aus Staatsschulden in vollem Umfang erfüllen

MINSK, 25. März (BelTA) – Belarus wird seine Verpflichtungen aus den Staatsschulden nach wie vor in vollem Umfang erfüllen, sagte Finanzminister Maxim Jermolowitsch heute vor Journalisten.

„Wir erfüllen weiterhin unsere Verpflichtungen in vollem Umfang. Das Finanzministerium hat keine Änderungen in Bezug auf andere Verpflichtungen vorgenommen und wird sie weiterhin in strikter Übereinstimmung mit allen Verträgen bedienen“, sagte Maxim Jermolowitsch.

In den zwei Monaten des laufenden Jahres hat das Finanzministerium 366 Millionen Dollar für die Rückzahlung der Staatsschulden und 157 Millionen Dollar für die Bedienung der Schulden bereitgestellt. Bis zum Ende des Jahres werden etwa 3,1 Milliarden Dollar für Rückzahlung und Bedienung der Staatsschulden bereitgestellt. „Wir sehen keine Probleme bei der Erfüllung dieser Verpflichtungen. Wir sind vollkommen zuversichtlich, dass die Finanzierungsquellen für eine solche Rückzahlung sichergestellt bleiben“, betonte der Minister. „Die Zahlungsdisziplin bei den Staatsschulden wurde vom Staatschef als eine Priorität der Haushaltspolitik definiert. Wir wollen davon in keiner Weise abweichen.“

Das Finanzministerium habe erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Verwaltung der öffentlichen Schulden zu verbessern. Es hat sein Anleihen-Portfolio diversifiziert und kann jetzt Finanzressourcen aus verschiedenen Quellen anziehen. „Es gibt genug Staatsanleihen auf dem Inlandsmarkt. Das erlaubt uns, auch in schwierigen Situationen die öffentlichen Schulden sicher zu verwalten“, sagte Maxim Jermolowitsch.

Die globalen Finanzmärkte seien von der Coronavirus-Pandemie erheblich getroffen worden. Nach Einschätzungen des Finanzministeriums hätten die Entwicklungsländer jetzt deutlich weniger Möglichkeiten, auf diesen Märkten Kredite zu nehmen. Belarus habe vor dem Hintergrund der hohen Marktvolatilität keine Euro-Anleihen platziert.

„Was die Tilgung der Verpflichtungen betrifft, so haben wir aufgrund der geschlossenen Eurobond-Märkte beschlossen, nach alternativen Möglichkeiten für die Anwerbung von Finanzressourcen zu suchen. Es besteht die Möglichkeit, mehr Eurobonds auf dem inländischen Währungsmarkt zu platzieren“, sagte der Leiter des Finanzministeriums.

Nach seinen Angaben habe das Finanzministerium in den vergangenen Jahren gezielt Rücklagen für die Begleichung von Auslandsverpflichtungen gebildet. „Früher hieß es vor allem, die Staatsschulden sanft abzubauen und diese Reserven zu erhalten. In diesem Jahr können wir diese Reserven aktiver nutzen und die Verpflichtungen zurückzuzahlen“, sagte Jermolowitsch.

Gleichzeitig stellte der Minister fest, dass eine rechtzeitige Entscheidung der internationalen Finanzorganisationen über die Stabilisierung des globalen Finanzmarktes zur Bildung positiver Erwartungen bei Investoren und zu einer schnelleren Erholung des Finanzmarktes führen wird.

„Was die Erfüllung der Verpflichtungen in Bezug auf Eurobonds, unsere bilateralen Beziehungen zu Banken, Systeminvestoren und internationalen Finanzorganisationen betrifft, werden wir alle gültigen Verpflichtungen rechtzeitig und unabhängig von der künftigen Entwicklung der Situation erfüllen“, betonte der Minister.

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