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Wirtschaft
02 August 2021, 18:14

Belarussische Baustoffexporte steigen in der ersten Jahreshälfte um fast 20 Prozent

MINSK, 2. August (BelTA) – Die belarussischen Exporte von Baumaterialien sind in der ersten Jahreshälfte um fast 20 Prozent gestiegen. Das erklärte Minister für Architektur und Bauwesen Ruslan Parchamowitsch auf der Pressekonferenz zum Stand und zu den Aussichten der Architektur- und Bauindustrie in der ersten Hälfte 2021.

„Die Exportdynamik von Baumaterialien ist positiv und beträgt in der ersten Hälfte des Jahres 2021 etwa 120%. Traditionell werden zwischen 40% und 95% der Produkte exportiert. In der letzten Zeit nehmen Zement- und Schotterexporte zu. Auch der Export von Glas, Keramikfliesen und Glaswolle hat deutlich zugenommen“, sagte Ruslan Parchamowitsch.

Die Struktur der Exportmärkte hat sich auch etwas verändert. Gingen früher 90% der Exporte auf den russischen Markt, so sind es heute nur 60%. 15 Prozent entfallen auf Polen, 15 Prozent – auf die Ukraine und der Rest auf Litauen und Lettland. „Wir exportieren unsere Waren in entfernte Länder wie Kasachstan und Aserbaidschan. Wir werden unsere Exporte weiter diversifizieren. Wir müssen traditionelle Märkte durch neue ersetzen, so dass wir im Falle von Veränderungen relativ schmerzlos und schnell reagieren und unsere Prioritäten in andere Richtungen verlagern können“, sagte er.

Dem Architekturminister zufolge wird nun Ungarn als einer der vielversprechenden Märkte angesehen. Heute werden dort sehr aktiv Industrieanlagen errichtet und Automobilkonzerne gegründet. Ungarn baut dort auch ein Kernkraftwerk. Wir planen, belarussische Bauunternehmen und einheimische Baumaterialien in dieses Land zu schicken. Vor kurzem haben wir mit unserem Botschafter darüber gesprochen, derzeit hält er sich in Ungarn auf“, sagte er.

Ruslan Parchamowitsch sprach das Thema Mietwohnungen an. In Belarus werden heute jährlich etwa 130 Tausend Quadratmeter Mietwohnungen in Betrieb genommen. „Meiner Meinung nach ist dies ein kritisch niedriges Ergebnis, es ist notwendig, mehr Mietwohnraum zu bauen“, betonte er.

Der Minister wies darauf hin, dass die Regierung eine Arbeitsgruppe eingerichtet hat, die bis Ende Sommer Vorschläge für die Entwicklung des Mietwohnungsbaus im ganzen Land vorlegen soll. „Wir beabsichtigen, das Konzept leicht anzupassen. Wir schauen uns die Praktiken in den Nachbarländern genauer an. Kommerzielle Bauherren müssen mehr Interesse am Mietwohnungsbau zeigen, genauso wie die Betriebe“, sagte er.

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