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Belarussische und deutsche Unternehmen müssen an die Zusammenarbeit gewagter herangehen

Wirtschaft 01.07.2019 | 15:18
Sergej Nowizki. Archivfoto
Sergej Nowizki. Archivfoto

MINSK, 1. Juli (BelTA) – Es ist an der Zeit, dass kleine und mittlere Unternehmen aus Belarus und Deutschland mutig und entschlossen an die Zusammenarbeit herangehen. Diese Meinung äußerte Generaldirektor von „Henkel Bautechnik“ und Ko-Vorsitzender des deutsch-belarussischen Unternehmerrates Sergej Nowizki im Vorfeld der Sitzung dieses nichtstaatlichen Organs in der Belarussischen Industrie- und Handelskammer.

„Die deutsch-belarussischen Beziehungen erleben in der letzten Zeit einen Aufschwung, politisch wie ökonomisch. Unsere Aufgabe besteht darin, diese guten Kontakte auf die Ebene der Klein- und Mittelunternehmen zu transferieren. Darin sehe ich die wichtigsten Perspektiven für unsere Zusammenarbeit und Entwicklung“, sagte Nowizki. Nach seiner Meinung könnten das Investitionsklima und die belarussische Gesetzgebung viel dazu beitragen. „Wir reden heute über die Rechtsanwendungspraxis. Die Behörden sollten viel aktiver auf die Gesetze zurückgreifen, die unsere Gesetzgeber beschlossen haben. Sie sollten die Zusammenarbeit mit den deutschen Unternehmen und Regionen viel intensiver angehen“, glaubt Generaldirektor.

Zu den zukunftsträchtigen Kooperationsbereichen zählten laut Nowizki solche Bereiche wie Logistik, Energieeinsparung, Informations- und Kommunikationstechnologien. Der Industriepark Great Stone besitzt in diesem Sinne ein großes Potential. Eines der Anteilhaber des Parks ist der Duisburger Hafen.

Auch der Vorsitzende der Belarussischen Industrie und Handelskammer Wladimir Ulachowitsch lobte die effektive Arbeit des Unternehmerrates.

Der Handelsumsatz zwischen Belarus und Deutschland weist eine positive Entwicklungsdynamik auf und erreichte im Vorjahr $3,3 Mrd. (ein Plus von 16%). Der negative Außenhandelssaldo ist schwer zu korrigieren. Belarus importiert aus Deutschland hauptsächlich hochtechnologische und innovative Anlagen. Ein gewisser Ausgleich könnte durch mehr Exporte von Transport- und IKT-Dienstleistungen erreicht werden.

Deutschland ist eines der größten Investoren in Belarus. Wie die Geschäftsführerin des Ostausschusses, des Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft e.V., Ute Kochlowski-Kadjaia, im Interview mit BelTA sagte, hat Deutschland Belarus im Vorjahr staatlich abgesicherte Kredite in Gesamthöhe von 170 Millionen Euro bereitgestellt. „Das ist eine Rekordzahl. Es ist ein Beweis für das wachsende Interesse deutscher Wirtschaft für Belarus. Wir sehen ein viel größeres Potential in den Bereichen IT, Maschinenbau, Umweltschutz, neue Technologien, Holzindustrie, Logistik. In diesem Jahr bleibt diese Dynamik erhalten. Wir gehen davon aus, im kommenden Jahr die aktuellen Zahlen übertreffen zu können“, sagte sie.

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