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Wirtschaft
30 April 2021, 14:13

Belarussische Wirtschaft hat sich erholt und ist auf Wachstumskurs

MINSK, 30. April (BelTA) – Belarussische Wirtschaft hat sich erholt und ist wieder auf Wachstumskurs: Im ersten Quartal 2021 stieg das Bruttoinlandsprodukt gegenüber der gleichen Vorjahresperiode um 0,9%. Das Wirtschaftsministerium geht von einem BIP-Wachstum um 1,5%-1,8% in der ersten Jahreshälfte aus. Darüber informiert Wirtschaftsminister Alexander Tscherwjakow in seinem Wirtschaftsbericht, wie der Pressedienst der Zeitung „Ekonomitscheskaja gaseta“ (dt. Wirtschaftszeitung) gegenüber BelTA mitteilt.

Im März wuchs die belarussische Wirtschaft nachhaltig weiter. Die BIP-Wachstumsrate lag im März (gegenüber Januar-Februar) bei 0,1%, im ersten Quartal nahm es um 0,9% zu. „Das sind gute Zahlen“, sagte Tscherwjakow. „Das Wirtschaftsministerium ging früher von bescheideneren Prognosen aus.“

Die aktuellen Zahlen – verglichen mit dem ersten Quartal 2020 – geben ein klares Signal: Die Wirtschaft hat sich erholt und ist auf Wachstumskurs. Das makroökonomische Ungleichgewicht bleibt aus. Im dritten Quartal 2020 hat die belarussische Regierung ein Unterstützungspaket verabschiedet. Die funktionierenden Betriebe trugen dazu bei, dass sich die Wirtschaft erholen konnte. Die Verbesserung der äußeren Konjunktur, vor allem die Lockerung von Anti-Covid-Maßnahmen durch Handelspartner, führte ebenfalls zu Wachstum. In vielen Branchen hat es positive Entwicklungen gegeben, die Bemühungen um die Bildung der Bruttowertschöpfung haben sich gelohnt“, sagte Alexander Tscherwjakow.

Der Hauptwachstumstreiber ist die Industrie (109,2 %). Für hohe Wachstumszahlen sorgt nicht nur der Rohstoffsektor (Ölraffination - 147,1%, Kalidünger - 142,9%), sondern auch die Industrien, wo die Investitionsgüter hergestellt werden. Das Produktionswachstum wird in der gesamten Bandbreite der Industrie beobachtet.

Der einheimische Maschinenbau legte im ersten Quartal 2021 um 17,8% zu. Die Produktion von Mähdreschern, Ladern, Kippern und Traktoren ist gestiegen. Der Chemiekomplex entwickelt sich stetig weiter, unter anderem durch die forcierte Produktion von Pharmazeutika.

Das dynamische Wachstum der Bruttowertschöpfung von Elektrogeräten (um 11,4 %) wurde durch die Produktion von Kühl und Gefrierschränken, Waschmaschinen und elektrischen Einbauplatten gefördert.

„Ein positiver Impuls für die Wirtschaft im I. Quartal war der Faktor Wetter, der für zusätzliche Nachfrage nach Energiegütern sorgte. Außerdem führte das Wachstum der industriellen Produktion zu einem Anstieg des Strom- und Wärmeverbrauchs. Mit anderen Worten: Das Wachstum wird in den Sektoren beobachtet, die als Treiber für Wirtschaftswachstum im neuen Fünfjahreszeitraum gelten. Es ist wichtig zu betonen, dass der Lagerbestand zum 1. April (61,2 %) auf dem niedrigsten Stand seit 2013 liegt. Mehr als 60% der Industrieprodukte werden exportiert. Ein weiteres Segment, auf das gesetzt wird und in dem wir das Potenzial nicht voll ausschöpfen, ist die Verarbeitung lokaler Rohstoffe, vor allem im Agrarsektor“, sagte der Wirtschaftsminister.

Ihm zufolge hat die Pandemie die Produktion von Lebensmitteln in geringerem Maße beeinflusst (+1,6 % im Quartal). Die Produktion von Wurstwaren, Pflanzenölen und Hartkäse nahm zu.

"Es gibt auch saisonal bedingte Faktoren. So hängt die Entwicklung in der Zuckerindustrie von der jeweiligen Jahreszeit und von der Situation auf den Weltmärkten ab. Jetzt liegen die Weltpreise für Zucker um mehr als 30 % über dem Niveau vom März 2020. Mit solcher Dynamik wird sich der finanzielle Zustand unserer Zuckerraffinerien allmählich erholen“, sagte der Minister. „Die finanzielle Leistungsfähigkeit des Industriesektors hat sich verbessert. Die Umsatzrendite beträgt 8,2 % und ist damit um 0,6 % höher als im Januar-Februar 2020. Der Reingewinn betrug Br815 Mio., während er im Januar-Februar 2020 negativ ausfiel (Minus Br1,3 Mrd.)“, fügte er hinzu.

Davon, dass sich in der Industrie ein nachhaltig positiver Trend abzeichnet, zeugen auch die jüngsten Umfragen unter Unternehmensleitern, die regelmäßig vom Forschungsinstitut für Wirtschaftsforschung des Wirtschaftsministeriums durchgeführt werden. Die Befragten sehen einen positiven kurzfristigen Ausblick in Bezug auf Produktnachfrage, Kapazitätsauslastung, etc. Die positive Dynamik ist größtenteils auf den „zyklischen“ Optimismus nach einem deutlichen Rückgang im letzten Jahr zurückzuführen. Die Aufträge sind vorhanden, deshalb kann das aktuelle Beschäftigungsniveau aufrechterhalten werden. Die Mehrheit der Befragten (80%) glaubt, dass in naher Zukunft die Zahl der Beschäftigten in den Unternehmen stabil bleibt. 14 Prozent der Befragten glauben, dass die Beschäftigtenzahl nur wachsen wird, dagegen sprechen sich nur 5 Prozent aus.

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