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Wirtschaft
21 Januar 2021, 11:58

Experten: Humankapital ist das Wichtigste für Wirtschaftswachstum

Archivfoto
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MINSK, 21. Januar (BelTA) – Das Humankapital – Mensch, ihre Lebensqualität und Gesundheit – ist das Wichtigste für das Wirtschaftswachstum. Diese Meinung äußerte der Analytiker des Belarussischen Instituts für strategische Studien, Alexej Awdonin, im Gespräch mit der Zeitung „SB. Belarus segodnja“ (SB. Belarus heute) im Kommentar des Entwurfs des Programms für sozioökonomische Entwicklung bis 2025.

„Die wichtigsten Parameter des Programms, die die Dynamik der Entwicklung des Landes für die nächsten fünf Jahre bestimmt, sind in erster Linie mit einer ziemlich hohen Rate des Wirtschaftswachstums verbunden - 4-5% pro Jahr. Nun hat Belarus nach dem pandemiebedingten Rückgang im Jahr 2020 eine günstigere Ausgangsposition: Viele Länder haben nach der Einführung einer harten Massenquarantäne und Beschränkungen für praktisch alle wirtschaftlichen Aktivitäten ein sehr starkes Minus bekommen. Unser Land hat im Vergleich zu anderen gute Raten gezeigt. Wir müssen jedoch verstehen, dass wir eine starke Mobilisierung des Wirtschaftsblocks, der Manager und der Beamten benötigen, um ein jährliches BIP-Wachstum von 4-5% zu gewährleisten. Die Zeit sollte zu unseren Gunsten spielen, jetzt ist es unzulässig, Projekte und ihre Umsetzungsfristen in die Länge zu ziehen, die Förderung der belarussischen Produkte und Dienstleistungen zu bremsen“, meint der Experte.

Ihm zufolge ist eine der Prioritäten des Programms die Investition in Bildung, Gesundheitswesen und Infrastruktur von intelligenten Städten. „Übrigens, die Vereinigten Staaten von Amerika bieten heute an, auf genau diese Bereiche zu setzen, um aus der Corona-Krise herauszukommen. Humankapital - Menschen, ihre Lebensqualität und Gesundheit - ist das Wichtigste für das wirtschaftliche Wachstum. Eine gute Ausbildung bietet die Möglichkeit, hochqualifizierte Spezialisten auszubilden, die in der Lage sind, neues Wissen zu generieren und neue Technologien zu nutzen. Es sind solche Spezialisten, die einen maximalen Mehrwert schaffen werden. So bestimmt die Priorität des Wirtschaftsprogramms die Priorität der sozialen Entwicklung“, sagte Alexej Awdonin.

Der Dekan der Fakultät für Philosophie und Sozialwissenschaften an der Belarussischen Staatlichen Universität Wadim Gigin stimmt zu, dass das aktuelle Programm, wie alle vorherigen, auf die menschlichen Interessen ausgerichtet ist und alle Indikatoren darin ausgewogen sind.

„Es ist wichtig, dass wir diese Ziele verstehen. Daher liegt hier eine große Verantwortung nicht nur bei der Regierung und den lokalen Behörden, sondern auch bei den Medien und der Zivilgesellschaft. Die Leitlinien für die Entwicklung des Landes und der Gesellschaft sind notwendig, damit wir in dieser für die ganze Welt schwierigen Zeit klar verstehen, was wir vom Staat erwarten, was wir von ihm verlangen können und in welchen Fragen sich der Staat auf seine Bürger verlassen kann. Die Etablierung des Modells „Staat-Partner“ ist eine neue Stufe des belarussischen Entwicklungsmodells. Das ist aus meiner Sicht das Wichtigste: den Aufbau des Modells „Staat – Gesellschaft – Mensch“. Was die wirtschaftliche Unterstützung bestimmter Aufgaben anbelangt, so wird der finanziell-wirtschaftliche Block von Belarus auf internationaler Ebene bereits seit einigen Jahren hoch geschätzt. Daher sind die gesetzten Ziele realistisch“, unterstrich Wadim Gigin.

Der Experte der öffentlichen Organisation „Belaja Rus“, Pjotr Petrowski, betonte, dass die Ziele des Programms intensiv, aber realistisch sind. „Jemand mag diese Art von Programm für eine Form von Propaganda halten, aber in Wirklichkeit hat der Programmentwurf für die sozioökonomische Entwicklung bis 2025 einen realistischen Charakter, geht von realen Möglichkeiten und der geopolitischen und sozioökonomischen Situation aus, in der sich unser Land befindet. Die Führung des Landes und auch die Wissenschaft haben die Situation pragmatisch analysiert, bestimmte Probleme abgesondert und sich die Aufgabe gestellt, diese zu lösen. Und sie nicht mit irgendwelchen pathetischen Aussagen und Thesen zu lösen, sondern mit realen Instrumenten, und zwar in der komplexen Situation der globalen Corona-Krise. Man sollte sich immer hohe Ziele setzen, das fördert, wie im Sport, die Aufgabenerfüllung“, resümierte der Analytiker.

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