Wladislaw Tatarinowitsch
MINSK, 12. März (BelTA) – Dank dem BIP-Wachstum in der letzten Fünfjahresperiode konnte die positive Dynamik der Haushaltseinnahmen erhalten werden. Darüber berichtete der belarussische Finanzminister Wladislaw Tatarinowitsch auf der Sitzung des Kollegiums seines Ministeriums „Über die Ergebnisse der Ausführung des Haushalts der Republik Belarus für das Jahr 2025 und die Aufgaben der Finanzbehörden für das Jahr 2026“ unter Beteiligung von Premierminister Alexander Turtschin.
„Das Jahr 2025 war das abschließende Jahr im Fünfjahreszyklus. Wir arbeiteten unter Bedingungen, die nicht als einfach zu bezeichnen sind, an die sich das Finanzsystem jedoch insgesamt angepasst hat“, so Wladislaw Tatarinowitsch.
Nach seinen Worten wuchs das BIP des Landes im Jahr 2025 um 1,3%, und insgesamt über die Fünfjahresperiode um 7,3% – dies ermöglichte unter anderem, die positive Dynamik der Haushaltseinnahmen zu erhalten.
„Hinter der äußerlich stabilen Haushaltsausführung verbergen sich tiefgreifende Transformationsprozesse. In den letzten Jahren haben wir uns konsequent von den sogenannten Rohstoffeinnahmen entfernt und uns Einnahmen zugewandt, die von der Binnenwirtschaft generiert werden. Das sind grundlegende Veränderungen in der Qualität der Einnahmebasis“, sagte er.
Im Vergleich zu 2020 stiegen die Einnahmen des konsolidierten Haushalts von 39 Mrd. BYN auf 85 Mrd. BYN im Jahr 2025. „Das Wachstum betrug das 2,2-fache. Die Ausgaben des konsolidierten Haushalts erhöhten sich auf 87 Mrd. belarussische Rubel“, führte der Finanzminister die Zahlen an.
Wladislaw Tatarinowitsch informierte auch über die wichtigsten Ansätze, die die Haushaltspolitik der letzten fünf Jahre bestimmten.
Erstens ist die Aufrechterhaltung eines wettbewerbsfähigen Niveaus der Steuerbelastung. „Das Niveau der Steuerzentralisierung im Verhältnis zum BIP betrug während der Fünfjahresperiode nicht mehr als 25%“, betonte er.
Zweitens ist die Konzentration der Ressourcen auf Prioritäten. „Wir haben die Mittel nicht zersplittert, sondern sie maximal auf Schlüsselaufgaben ausgerichtet: die bedingungslose Erfüllung sozialer Verpflichtungen, die Gewährleistung der nationalen Sicherheit, die Unterstützung systembildender Unternehmen und Branchen in der Phase der Anpassung an die neuen Bedingungen“, bemerkte Wladislaw Tatarinowitsch.
Der dritte Ansatz besteht in Flexibilität und rascher Reaktionsfähigkeit. „Seit 2022 wurden alle verfügbaren Instrumente zur Unterstützung der Produktions- und Außenwirtschaftstätigkeit in Verbindung mit einer breiten Palette von Antisanktionsmaßnahmen genutzt“, sagte er.
Entscheidend war dabei der Erlass des Staatsoberhauptes Nr. 93, das im Laufe der sich ändernden Lage konsequent aktualisiert wurde. „Das Ergebnis dieser Arbeit ist, dass Wirtschaft und Finanzen standgehalten haben“, fasste der Finanzminister zusammen.
