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10 April 2024, 13:46

Golowtschenko erzählte über technologische Souveränität von Belarus

MINSK, 10. April (BelTA) - Premierminister Roman Golowtschenko hat in einem Interview für die Telegraphenagentur BelTA über die technologische Souveränität von Belarus erzählt. Dabei nannte er das Endziel der Importsubstitution.
 
Roman Golowtschenko ist der Meinung, dass man den Begriff technologische Souveränität nicht verabsolutieren dürfe, da es keine völlig unabhängigen Länder in diesem Sinne gebe. Die internationale Zusammenarbeit und das Prinzip der Arbeitsteilung würden in Produktionsketten genutzt. „Wichtig ist für uns nicht so sehr die Importsubstitution als solche, sondern vielmehr eine sinnvolle Lokalisierung, d.h. wir müssen das substituieren, was für die Entwicklung des Landes wichtig ist und die Kosten minimieren“, betonte Roman Golowtschenko.
 
„Das tun wir gemeinsam mit der Russischen Föderation, und dabei berücksichtigen wir auch andere Fragen. Insbesondere sollten alle Vergünstigungen, Präferenzen, staatliche Unterstützung usw. nur denjenigen gewährt werden, die einen echten Grad der Lokalisierung der Produktion erreicht haben“, fügte der Premierminister hinzu.

Er wies jedoch darauf hin, dass sowohl Russland als auch Belarus auf der Grundlage nationaler Prioritäten handeln, was sie jedoch nicht daran hindert, gemeinsame Pläne zur Importsubstitution und zur Erhöhung des Lokalisierungsgrades in bestimmten Branchen zu entwickeln. Zum Beispiel in der Automobilindustrie, wo die beiden Länder eng miteinander verbunden sind. „Belarus ist ein Lieferant einer großen Anzahl von Automobilkomponenten für Russland, und auch wir importieren viel für unsere Automobilindustrie. Hier ist es absolut realistisch und notwendig, eine brancheninterne Aufschlüsselung dessen vorzunehmen, was wir importieren und was die Russische Föderation importiert. Dasselbe gilt für die Mikroelektronik“, erklärte der Regierungschef.
 
Im Hinblick auf die Importsubstitution im Allgemeinen betonte Roman Golowtschenko, dass das Thema kompliziert sei, aber „die Regierung versteht und sieht, was zu tun ist.“ Es gebe entsprechende Jahrespläne und Programme, die erfolgreich umgesetzt würden. Im Jahr 2023 beliefen sich beispielsweise die Exporte einheimischer Maschinenbauprodukte nach Russland auf 6,5 Milliarden Dollar, während die Produktion importersetzender Produkte fast 5 Milliarden Dollar erreichte: „Es gibt Erfolge, und sie sind offensichtlich“, sagte der Premierminister. Das heißt aber nicht, dass man sich zufrieden geben kann, im Gegenteil, es ist notwendig, das Tempo zu erhöhen, und das sind die Aufgaben, die der Staatschef der Regierung gestellt hat. Dies wurde insbesondere am Vortag bei dem Treffen mit Alexander Lukaschenko über den Stand und die Ziele der industriellen Entwicklung besprochen. „Der Präsident hat sich zu diesem Thema sehr deutlich geäußert und gefordert, die Arbeit in diesem Bereich zu verstärken. Wir werden das tun“, sagte Roman Golowtschenko.
 
Das ultimative Ziel sei es, die Lokalisierung der Produktion zu erhöhen (wobei für die verschiedenen Branchen unterschiedliche Indikatoren festgelegt werden) und neue technologische Verfahren zu beherrschen. „Die maximale Anzahl technologischer Operationen in der Produktion sollte in der Republik durchgeführt werden. Das ist unser oberstes Ziel“, sagte er.

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