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Wirtschaft
09 August 2022, 14:34

Golowtschenko will Kreditzinsen senken, um Konsum anzukurbeln

MINSK, 9. August (BelTA) – Um den Konsum anzukurbeln, ist es notwendig, die Kreditzinse in der Wirtschaft erheblich zu senken. Das erklärte Premierminister Roman Golowtschenko auf der heutigen Sitzung des Ministerrats zur Lage der Wirtschaft unter Sanktionsdruck. Den Vorsitz führte der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko.

Die Regierung sieht drei Hauptfaktoren für die Erholung des Wirtschaftswachstums: Exporte, Investitionen und Konsum. Roman Golowtschenko hält es für notwendig, den Inlandsverbrauch anzukurbeln. Angesichts der überschüssigen Liquidität im Bankensystem beabsichtigt die Regierung, den staatlichen Banken höhere Ziele zu setzen, um die Kreditvergabe für Verbraucher, Investitionen und die laufende Geschäftstätigkeit von Unternehmen zu erhöhen.

„Ich glaube, es ist an der Zeit, die Zinssätze in der Wirtschaft auf ein effektives Niveau zu setzen. Die Schocks sind vorbei, und die hohen Zinsen haben ihren Teil dazu beigetragen. Hohe Zinssätze können, wie wir alle wissen, kein Element einer langfristigen Geldpolitik sein. In der Zwischenzeit hat sich das Verhalten von Privatpersonen geändert. In der ersten Jahreshälfte hat die Bevölkerung sehr viel Devisen verkauft“, sagte Roman Golowtschenko. „Außerdem hat die Bevölkerung begonnen, mehr zu sparen. Seit Anfang des Jahres haben die Rubel-Einlagen der Bevölkerung um mehr als 10% zugenommen.“

Diese Daten, so der Premierminister, zeigen, dass das Verhalten der Bevölkerung zur makroökonomischen Stabilität beiträgt. „Daher ist eine deutliche Senkung der Zinssätze in der Wirtschaft erforderlich. Die Höhe des Kreditzinses muss sich an der mittelfristigen Inflationsprognose orientieren. Ohne erschwingliche Kredite wird es weder Investitionen noch Konsum noch Wachstum geben“, ist sich Roman Golowtschenko sicher.

Der Regierungschef wies darauf hin, dass die Energie- und Nahrungsmittelkrisen in einigen Ländern zu einer höheren Inflation geführt haben und in den größten Volkswirtschaften der Welt zu einer Rezession, einem Rückgang der Einkommen und einer Zunahme der Armut führen könnten. In Belarus steigen die Preise, aber sie sind nicht kritisch, ist der Premierminister überzeugt. Die Lage auf dem Verbrauchermarkt hat sich nicht wesentlich verändert. „Die Inflation konnte in einem vernünftigen Korridor gehalten werden, vor allem dank einer strengen Verwaltung, und wir stellen eine Verlangsamung der Inflation fest“, sagte Roman Golowtschenko.

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