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Wirtschaft
14 Dezember 2022, 11:41

Golowtschenko: Wirtschaftlicher Blitzkrieg gegen Belarus ist gescheitert

MINSK, 14. Dezember (BelTA) - Der wirtschaftliche Blitzkrieg gegen Belarus ist gescheitert. Diese Erklärung hat Premierminister Roman Golowtschenko bei der Vorstellung des neuen Außenministers Sergej Alejnik vor den Mitarbeitern des Außenministeriums abgegeben.

"Der Schwerpunkt des Außenministeriums liegt im Bereich der Außenwirtschaft. Im Zusammenhang mit dem gegen uns geführten Sanktionskrieg ist die Außenwirtschaft die wichtigste Priorität. Hier ist kein Platz für Geschwafel, formalistische Berichte und Aktivitäten pro forma. Wir haben die akuteste Phase, in der wirtschaftlicher Druck auf uns ausgeübt wurde, recht erfolgreich hinter uns. Das erforderte ernsthafte Anstrengungen auf allen Ebenen. Heute können wir behaupten, dass der wirtschaftliche Blitzkrieg gescheitert ist. Wir müssen in aller Ruhe weiter arbeiten. Das betrifft aber nicht die Einstellung zur Arbeit, es geht dabei auf die Überprüfung und das Vertrauen in unsere Handlungen", so Roman Golowtschenko.

Er betonte, dass tatsächliche Ergebnisse erforderlich sind: Sicherung des Außenhandelsgleichgewichts, Diversifizierung der Exporte, Neuausrichtung auf Zukunftsmärkte. "Unsere wirklichen Partner, die an einer Zusammenarbeit mit uns interessiert sind, werden dadurch bestimmt, wo sie auf uns warten, wo sie bereit sind, mit unseren Produkten zu arbeiten, wo sie keine Ultimaten stellen. Objektiv gesehen sind das die EAWU-Länder, die GUS, China und andere weit entfernte Länder, in denen wir nach wie vor im Stillen arbeiten können. Die Botschaften sollten, ohne auf Anweisungen zu warten, eng mit den Akteuren der Industrie zusammenarbeiten, um die Versorgung mit unseren Waren und Dienstleistungen zu fördern und Investitionen anzuziehen", hat der Premierminister hingewiesen.

"Die Arbeit gegen den Sanktionsdruck darf nicht zur Routine werden. Ich habe das Außenministerium und seine einzelnen Mitarbeiter bereits für die Qualität und Schnelligkeit dieser Arbeit kritisiert. Während wir oft "auf die Schnauze fallen", d.h. es werden Sanktionen verhängt, nimmt das Außenministerium das zur Kenntnis, schickt Dokumente, schlägt etwas vor, und wir überlegen, wie wir dem entgegenwirken können. Es geht jedoch nicht darum, Informationen über die Verhängung von Sanktionen zu erhalten; dafür gibt es offene Quellen. Was wirklich notwendig wäre, ist die Berechnung der Folgen bereits in der Phase, in anti-belarussische Pläne (und es hört nicht auf) entwickelt werden; die Ausarbeitung von Vorschlägen, um den Schaden zu minimieren und auf die Sanktionen zu reagieren. Das muss eine empfindliche Reaktion und nicht eine anscheinende sein", forderte der belarussische Regierungschef.

Es ist wichtig, dass die Arbeit gegen die Sanktionen Hand in Hand mit der Informationskampagne in den betroffenen Ländern geht, sagte Roman Golowtschenko. "Nicht für die Behörden (wir werden sie nicht umgestalten), sondern für die Bürger dieser Länder. Man muss erläutern, dass wir zu den Gegenmaßnahmen gezwungen waren; dass eine Sanktionspolitik, die einfache Menschen am meisten betrifft, eine Eckgasse ist", präzisierte er.

"Eine wirksame Erfüllung der vor dem Außenministerium gestellten Aufgaben erfordert eine ständige und systematische analytische Arbeit. Heute ist es wesentlich, die Qualität der Prognosen, der Ausarbeitung und der Unterstützung der Entscheidungsfindung auf staatlicher Ebene sicherzustellen. Nur in diesem Fall wird die nationale Diplomatie in der Lage sein, die nationalen Interessen wirksam zu schützen", fasste der Premierminister zusammen.

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