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Wirtschaft
15 Januar 2021, 13:04

Kallaur: Bankensystem funktioniert stabil

MINSK, 15. Januar (BelTA) – Das belarussische Bankensystem bleibt stabil. Das erklärte der Vorstandsvorsitzende der Nationalbank Pawel Kallaur vor Journalisten.

„Das Bankensystem weist Stabilität auf. Wir stellen in der Tat fest, dass der Gewinn der belarussischen Banken um 13,5 Prozent gesunken ist. Die Rentabilität der Kapitalanlagen ist um 2 Prozent zurückgegangen. Aber die Rentabilität des Bankensektors beträgt 8,9% - das reicht für ein stabiles Funktionieren des gesamten Bankensektors“, sagte Kallaur.

Pawel Kallaur
Pawel Kallaur

Ruhende Bankaktiva bleiben auf dem Niveau des Vorjahres und machen im aktuellen Kreditportfolio 4,8 % aus. Die angemessene Kapitalausstattung beträgt aktuelle 17 Prozent bei einem erforderlichen Mindestniveau von 12,5%. Wir sehen große Sicherheitsreserven für eine stabile Arbeit der Banken und ihre weitere Finanzierung der belarussischen Wirtschaft“, machte der Bankchef aufmerksam.

Im Vorjahr hat die Nationalbank und das Bankensystem zwei zusammenhängende Aufgaben gelöst: Zum einen haben sie in schwierigen Minuten die Wirtschaft mit Krediten unterstützt und Exportgeschäfte finanziert. Gleichzeitig sorgten sie darum, das makroökonomische Gleichgewicht in Zeiten der globalen Krise aufrechtzuerhalten, zumal viele Partnerländer von Belarus solche Risiken aufweisen wie abwertende Landeswährung.

„Wir mussten uns mehreren Herausforderungen stellen, aber wir haben die finanzielle Stabilität aufrechterhalten. Natürlich war das mit dem Risiko der abwertenden Landeswährung verbunden. Nur muss ich feststellen, dass es objektive Faktoren sind, mit denen sich unsere Wirtschaft konfrontiert sah. Dabei haben wir den Marktkurs ins Gleichgewicht gebracht und keine Verwerfungen in Bezug auf die Zahlungsbilanz und den Währungsmarkt zugelassen“, sagte der Bankchef.

Der reale BYN-Kurs sank innerhalb des Vorjahrs um 5%. Im Grunde genommen haben belarussische Exportunternehmen in Puncto Preisbedingungen eine starke Unterstützung erhalten. „Der Reale Kurs wird nicht an den Währungskorb gebunden, sondern an den Kurs der Landeswährungen der wichtigster Handelspartner“, führte Kallaur aus.

Im Dezember 2020 hat der belarussische Staatschef die Hauptrichtungen der Finanz- und Kreditpolitik für 2021 genehmigt. „Die breit abgegrenzte Geldmenge dient uns als Zwischenorientierung. Wir werden uns daran halten“, bemerkte Kallaur. „Im Vorjahr hatten wir ein großes Problem – viele Sparverträge wurden gekündigt. Wir registrierten einen Abfluss an Depotgeldern in Landes- und Fremdwährung. Das hat die breite Geldmenge negativ beeinflusst, im Endeffekt fielen die Kennzahlen etwas anders als geplant aus. Die Nationalbank musste intervenieren, um die Depot-Verluste auszugleichen.“

Die Nationalbank will auch im laufenden Jahr die Bankenliquidität weiter finanzieren.

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