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16 Juli 2021, 16:56

Minsk sieht in Bogota wichtigen Partner in Lateinamerika

Foto: Repräsentantenkammer
Foto: Repräsentantenkammer

MINSK, 16. Juli (BelTA) – Minsk sieht in Bogota einen wichtigen und aussichtsreichen Partner in Lateinamerika. Das erklärte der stellvertretende Vorsitzende der Repräsentantenkammer der Nationalversammlung Waleri Mizkewitsch bei einem Treffen mit dem Vizepräsident des Repräsentantenhauses des Kongresses der Republik Kolumbien, German Navas.

„Lateinamerika liegt zwar weit entfernt von Belarus, aber unsere Völker waren schon immer in Geist eng verbunden. Außenpolitisch und wirtschaftlich gewinnt Kolumbien an Gewicht. Wir sehen in Bogota einen wichtigen und aussichtsreichen Partner für Minsk, denn über Kolumbien könnte Belarus mit anderen Ländern Lateinamerikas Beziehungen und Partnerschaften festigen, in erster Linie mit den Staaten der Pazifik-Allianz, in der Belarus vor kurzem den Beobachterstatus erlangt hat. Wir danken in diesem Zusammenhang Kolumbien für die Unterstützung“, sagte Waleri Mizkewitsch.

Die Beziehungen zwischen Belarus und Kolumbien sind von keinen Problemen überschattet. „Unsere Staaten besitzen ein großes Potenzial für eine verstärkte Zusammenarbeit. Für uns ist die Unterstützung Kolumbiens in internationalen Organisationen von besonderem Wert, vor allem wenn wir auf Vorwürfe und Attacken aus dem Ausland reagieren müssen, die auf unzuverlässigen Daten beruhen. Wir sprechen über die Interaktion bei der UNO und der ICAO. Und wir sind bereit für eine engere Zusammenarbeit zwischen den Delegationen von Belarus und Kolumbien in multilateralen interparlamentarischen Formaten – in der Interparlamentarischen Union und dem Lateinamerikanischen Parlament“, sagte der Vizevorsitzende. „Freundschaftsgruppen sind ein gutes Instrument für die Entwicklung und Pflege des interparlamentarischen Dialogs. Ich denke, es ist höchste Zeit, die Ausarbeitung eines Aktionsplans zu erwägen, um die belarussisch-kolumbianische Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen voranzutreiben und in der Zukunft ein interparlamentarisches Kooperationsabkommen zu unterzeichnen“, fügte er hinzu.

Waleri Mizkewitsch betonte, dass der Handel in den letzten Jahren zum Hauptindikator für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen geworden ist. „Der Handelsumsatz zwischen unseren Ländern hat sich von 2015 bis 2020 verdreifacht. Natürlich mag die Gesamtsumme von 89 Millionen Dollar nicht sehr beeindruckend sein, aber ich denke, wir können gemeinsam viel mehr erreichen. Angesichts des bedeutenden Potenzials Ihres Landes bei der Erschließung natürlicher Ressourcen gibt es viele Möglichkeiten, unsere Dienstleistungen bei der Exploration, Erschließung und Förderung von Kohlenwasserstoffen sowie bei der Lieferung leistungsstarker Steinbruchmaschinen zu fördern. Wir produzieren die notwendige Technik auf einem hohen Qualitätsniveau“, sagte er.

Leider pflegen Belarus und Kolumbien keine interregionale Zusammenarbeit. „Sie könnte aber sehr effektiv sein. Ich denke, die Parlamentarier hätten hier ihr Wort zu sagen, indem sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Im Januar 2020 trat ein Abkommen über visafreie Reisen in Kraft – es betrifft Diplomaten und Inhaber von Dienstpässen. Wir hoffen natürlich, dass unsere Staaten auch ein Abkommen über visafreie Kurzreisen für einfache Bürger beschließen werden. Derzeit wird ein Memorandum zwischen den Kulturministerien von Belarus und Kolumbien geprüft. Soweit ich weiß, sind die beiden Seiten bereit, dieses Memorandum zu unterzeichnen.“

Gute Kooperationsmöglichkeiten kann man auch in der Bildung ausloten. In Belarus sind Studenten aus über 100 Ländern immatrikuliert. Wir hoffen, dass auch die jungen Menschen aus Kolumbien das belarussische Studienangebot in Anspruch nehmen können. Besonders beliebt bei den Auslandsstudenten ist die medizinische Ausbildung. Wir haben wissenschaftliche und praktische Zentren in allen Bereichen.“

German Navas sagte, dass er als Vizevorsitzender des Repräsentantenhauses es nur begrüßen kann, wenn Belarus und Kolumbien eine breit gefächerte und enge Zusammenarbeit ansteuern würden.

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