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Petrischenko: Belarus führt folgerichtig Prinzipien der grünen Wirtschaft ein

Wirtschaft 08.10.2019 | 15:47
Archivfoto
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MINSK, 8. Oktober (BelTA) - Belarus führt folgerichtig Prinzipien der grünen Wirtschaft ein. Im laufenden Jahr will man Nationale Strategie für nachhaltige Entwicklung bis 2035 bilden, wo Prioritäten und Richtungen für umfangreiche Umwandlungen in Wirtschaft, Sozialbranche und Ökologie genau festgeschrieben sind. Das teilte der Vizepremier, Igor Petrischenko, bei der Eröffnung des italienisch-belarussischen Forums für grüne Wirtschaft mit.

Die getroffenen Maßnahmen führen zur Erreichung von Zielen der nachhaltigen Entwicklung. Ihnen wird ein ressourceneffizientes Wirtschaftsmodell zugrunde gelegt, das Entwicklung grüner Wirtschaft vorsieht. Es umfasst Gründung umweltfreundlicher Produktion, maximale Nutzung von sekundären Rohstoffen.

Igor Petrischenko unterstrich, dass diesen Problemen jährlich immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Staatsprogramme werden verwirklicht, Dokumente im Umweltschutz und vernünftiger Naturnutzung entwickelt. Er erinnerte, dass Belarus 2016 zum 30. Land des Pariser Klimaabkommens wurde und sich somit zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen verpflichtete.

„Die Prinzipien der grünen Wirtschaft sind für uns verhältnismäßig neu. Mit der Berücksichtigung nationaler Besonderheiten und globaler Herausforderungen bestimmt der Staat diese Richtung als strategische Priorität. Wichtigstes mittelfristiges Dokument auf dem Gebiet ist der Nationale Aktionsplan für die Entwicklung der grünen Wirtschaft. Belarus hat dieses Dokument als zweites Land in der GUS nach Kasachstan angenommen“, betonte der Vizepremier.

Der nationale Aktionsplan sieht Entwicklung von Elektrotransport, Verwirklichung des Konzepts einer „Smart-City“, energieeffizientes Bauen, Senkung der BIP-Energieeffizienz, Nutzung von erneuerbaren Energiequellen, Produktion von organischen Produkten, Entwicklung des Ökotourismus vor. In der Republik werden unter anderem Projekte zur Nutzung von biologischen Ressourcen umgesetzt. In Brest werden zum Beispiel Holzabfälle in den Biodiesel verarbeitet. In Borissow produziert man Büropapier aus sekundären Rohstoffen, in Shitkowitschi stellt man organische Dünger her.

Im Land wird das Netz von Elektrotankstellen ausgebaut. Es gibt schon 125 solche Tankstellen, unter anderem 66 Ladestationen. Man setzt öfter Elektrobusse und Elektrozüge ein. In Minsk beträgt der Anteil des Elektrotransport 38,8% an der gesamten Anzahl der öffentlichen Verkehrsmittel. In diesem Jahr wurden 50 Elektrobusse gekauft, O-Buslinien werden in neuen Stadtvierteln geschaffen und dritte Linie der Minsker Metro gebaut.

Igor Petrischenko hob hervor, dass Belarus an der Einführung von grünen Technologien interessiert ist und die Zusammenarbeit mit italienischen Geschäftskreisen auf dem Gebiet aussichtsreich ist.

Italienisch-belarussisches Forum für grüne Wirtschaft wird von der italienischen Botschaft in Belarus, Agentur für Auslandsförderung und Internationalisierung von italienischen Unternehmen, Belarussischen Industrie- und Handelskammer und der Assoziation Confindustria Belarus durchgeführt. Daran nehmen die Vertreter der Staatsorgane, Geschäftsassoziationen, Finanzinstitute, über 150 Unternehmen aus beiden Staaten teil.

Beim Treffen wird über Perspektiven der bilateralen Zusammenarbeit in Handel und Wirtschaft im Bereich grüne Wirtschaft sowie anderen Branchen mit Schwerpunkt auf Nutzung von italienischen Investitionen, Einsatz von modernsten Errungenschaften der italienischen Industrie durch belarussische Unternehmen, Nutzung von erneuerbaren Energiequellen gesprochen. Im Fokus steht die Errichtung von „Smart-Cities“, Einführung von energieeffizienten Technologien im Zivil- und Industriebau, Landwirtschaft.

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