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Wirtschaft
28 Oktober 2020, 16:56

Premier besucht Reifenhersteller Belshina: Wirtschaftlichkeit von Investitionen sind das Wichtigste

BOBRUISK, 28. Oktober (BelTA) – Der belarussische Premierminister Roman Golowtschenko hat sich heute in Bobruisk mit der Leitung und Belegschaft von Belshina, einem der größten einheimischen Reifenproduzenten, getroffen. Im Anschluss an den Betriebsbesuch stellte sich der Regierungschef den Fragen der Journalisten und betonte, heute geht es dem Betrieb darum, dass seine Projekte zur Entwicklung des Unternehmens wirtschaftlich sind.

„Belshina ist ein Markenzeichen des belarussischen Maschinenbaus und ein wichtiger Pfeiler der belarussischen Wirtschaft. Daher schenkt die Regierung diesem Unternehmen besondere Aufmerksamkeit. Wir verfolgen aufmerksam die Prozesse, die hier vor sich gehen. Es ist wichtig für uns, dass das Unternehmen klare Prognosen für die nahe Zukunft hat“, sagte Roman Golowtschenko. „Heute haben wir über die Transformationsprozesse im Betrieb und über seine finanzielle Gesundung gesprochen. Projekte, die OAO Belshina heute umsetzt, sind ziemlich teuer“, sagte der Premier. „Die aktuelle Marktsituation erlaubt es nicht, dass das investierte Geld schnell zurück gezahlt wird. Die finanzielle Belastung ist enorm. Und jetzt geht es vor allem darum, dass sich diese Projekte wirtschaftlich lohnen. Wir haben uns heute darüber ausgetauscht, welche Fehler bei der Entwicklung dieser Projekte zugelassen wurden und wie sie zu korrigieren sind“.

Roman Golowtschenko machte sich in den Werkshallen ein Bild davon, wie die Produktionsprozesse modernisiert und automatisiert werden.

Eines der Investitionsprojekte betrifft die Herstellung von Ganzstahlreifen (51, 57 und 63 Zoll Durchmesser) für Großmaschinen mit besonders hoher Nutzlast. Nur drei Unternehmen in der Welt haben bisher Reifen dieser Größe hergestellt.

In den nächsten fünf Jahren wird das Unternehmen mehrere weitere Investitionsprojekte umsetzen, darunter die Produktion von Ganzstahlreifen radialer Bauart mit Durchmessern von 25-29 Zoll; Erhöhung der Kapazität für die Produktion von Ganzmetallcord-Reifen für Lastkraftwagen.

„Heute ist unser Unternehmen in der Lage, Gewinne zu erwirtschaften. Wir arbeiten ausgewogen, erzielen Gewinne aus dem Verkauf von Produkten, zahlen Schulden pünktlich ab. Wir haben gewisse Schwierigkeiten auf den ausländischen Märkten aufgrund der Pandemie, dennoch konnten wir in den letzten 4 Monaten die Produktions-und Absatzmengen um das Anderthalbfache erhöhen“, sagte Generaldirektor Andrej Bunakow. „Der Wachstumsmotor für Belshina sollte das Werk für extragroße Reifen sein“.

Nach Angaben des Generaldirektors arbeitet das Werk nun eine langfristige Entwicklungsstrategie aus. „Wir haben einen bestimmten Plan. Wir haben einen Vertrag mit einem Beratungsunternehmen unterzeichnet und ihn in zwei Phasen unterteilt. Die erste Phase umfasst die Analyse des Unternehmens, die Erkennung von Reserven und Potenzial für die Zukunft“, so Bunakow. „Danach wird ein Fahrplan entwickelt, der klar vorschreibt, was zu tun ist und welche Wirkung wir erzielen sollen. Der Fahrplan ist bis 2030 angelegt und enthält eine Strategie für die weitere Entwicklung. Wir engagieren für unsere Arbeit Fachkräfte mit notwendigen Kompetenzen auf dem Reifen- und Automobilmarkt“.

Belshina setzt Reifen sowohl auf den Binnenmarkt ab als auch exportiert sie ins Ausland. Aber neue strategische Transformationen sollen besser geplant werden, deshalb werden sie unter Kontrolle der Regierung stehen, sagte Golowtschenko. „Wir wollen sicherstellen, dass die Arbeit in qualitativer Hinsicht geplant wird. Wir hören viele Ratschläge von den so genannten unabhängigen Ökonomen, wie die belarussische Wirtschaft aufgebaut werden kann. Wir freuen uns über alle Ratschläge, die konkret und fundiert sind und nicht aus den Wirtschaftslehrbüchern für das erste Studienjahr stammen.“

OAO Belshina vereinigt drei Werke für Großreifen, Massenreifen, extragroße Reifen, ein mechanisches Werk, eine Filiale von Belshina-Agro, sowie die Produktion von Gummiwaren. Das Unternehmen stellt mehr als 300 Reifenmodelle her und beschäftigt über 8.000 Mitarbeiter. Belarussische Reifen werden in 60 Länder der Welt exportiert.

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