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Politik
20 November 2020, 10:58

Alle komplizierten Fragen sollten im zwischenstaatlichen Dialog gelöst werden

Archivfoto
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Die Beziehungen zu den Nachbarstaaten waren und sind eine der wichtigsten Prioritäten der Außenpolitik der Republik Belarus. Die Qualität dieser Beziehungen beeinflusst den Stand der regionalen Zusammenarbeit und hängt im Allgemeinen nicht von der politischen Situation ab. Das betonte der Vizevorsitzende der Ständigen Kommission für internationale Angelegenheiten und nationale Sicherheit des Rats der Republik der Nationalversammlung, Doktor der historischen Wissenschaften Andrej Russakowitsch.

„Es gibt eine ganze Reihe von Bereichen, in denen die zwischenstaatliche Zusammenarbeit objektiv notwendig ist. Dies sind Sicherheitsprobleme, wirtschaftliche Zusammenarbeit, zwischenmenschliche Kontakte, Transitfragen, gemeinsame Bewältigung moderner Herausforderungen (z.B. die zweite Welle der Pandemie, illegale Migration) und viele andere“, bemerkte der Senator.

Er betonte auch, dass sich moderne internationale Beziehungen nicht nur auf zwischenstaatliche Kontakte beschränken. Internationale Organisationen, transnationale Unternehmen und die Zivilgesellschaft spielen eine zunehmend aktive Rolle. „Solche Manifestationen der modernen Welt wie die Entstehung des globalen Cyberspace, der Prozess der Globalisierung zeugen auch von der sich wandelnden Rolle der Staaten in der internationalen Kommunikation. Nichtsdestotrotz sind es die Staaten, die die Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit bilden, indem sie politische und diplomatische Mechanismen, rechtliche Rahmenbedingungen, Erfahrung und eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen. In dieser Hinsicht wird die Aufrechterhaltung des zwischenstaatlichen Dialogs zu einer der Hauptbedingungen für das Zusammenwirken, und mit seiner Hilfe sollen alle komplizierten und problematischen Fragen gelöst werden. Dieses Format sollte dauerhaft sein“, betonte Andrej Russakowitsch.

Seiner Ansicht nach ist die Region, in der Belarus liegt, nicht einfach, die Situation ist dynamisch, die aktuellen Realitäten bilden für alle Staaten neue Schwierigkeiten und Herausforderungen in der Innen- und Außenpolitik. „Politiker einer Reihe westlicher Länder neigen in dieser Situation dazu, nach festgelegten Mustern zu handeln, indem sie zum Beispiel Instrumente wie verschiedene Sanktionen, Erstellung von Verbotslisten (auch auf der Grundlage einiger Veröffentlichungen in Telegrammkanälen) einsetzen. All dies ist ziemlich kontrovers in Bezug auf die Logik des Zusammenwirkens, die Effizienz, das Vertrauen in zwischenstaatliche Beziehungen und führt natürlich zu der notwendigen Reaktion der Führung der Republik Belarus“, meint der Senator.

Seiner Meinung nach zwingt die geopolitische Lage von Belarus das Land lediglich dazu, stabile, beständige und freundschaftliche Beziehungen zu den Nachbarstaaten zu knüpfen, keine Gefahr für sie darzustellen und als Bindeglied zwischen Russland und der Europäischen Union zu fungieren. In diesem Zusammenhang wies Andrej Russakowitsch auf die Glückwunschbotschaften hin, die der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko kürzlich an Polen und Lettland sandte. Sie sind nur die Botschaft zur Aufrechterhaltung freundschaftlicher Beziehungen. „Unter den heutigen Umständen und unabhängig von der politischen und wirtschaftlichen Lage, trotz der rücksichtslosen Herausforderungen und Bedrohungen, mit denen alle Länder der Welt konfrontiert sind, müssen gerade die nächsten Nachbarn den Wert der menschlichen Beziehungen sowie der wirtschaftlichen und humanitären Kontakte bewahren“, hieß es im Glückwunschschreiben zum 102. Jahrestag der Ausrufung der Republik Lettland.

„Es scheint, dass diese Botschaft in den Glückwunschbotschaften von unseren Nachbarn verstanden werden kann und soll und zu einem echten politischen Faktor in der Region werden kann und soll“, so der Vizevorsitzende der Ständigen Kommission für internationale Angelegenheiten und nationale Sicherheit des Rats der Republik.

Alina GRISCHKEWITSCH,

BelTA.

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