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Andrejtschenko: Blutiges Werk des Holocaust wird für Belarussen immer persönliche Tragödie sein

Politik 21.01.2020 | 19:59
Foto: Repräsentantenkammer
Foto: Repräsentantenkammer

MINSK, 21. Januar (BelTA) – Die Menschen in Belarus werden das blutige Werk des Holocaust immer als eine persönliche Tragödie empfinden. Das erklärte der Vorsitzende der Repräsentantenkammer der Nationalversammlung Wladimir Andrejtschenko heute bei einer Trauerkundgebung im Märtyrer-Hain „Yaar Kdoshim“ bei Jerusalem , wie der Pressedienst der Repräsentantenkammer gegenüber BelTA mitteilte.

Belarus hat im Zweiten Weltkrieg jeden dritten Einwohner verloren. Die innerhalb der letzten Jahrhunderte multinational geprägte Landschaft des Landes wurde radikal verändert. Die vielen Belarussen so vertraute Begriffe wie „der Schtetl“ wurden vernichtet und durch schreckliche Worte wie „Ghetto“ und „Todeslager“ abgelöst. „Die Belarussen werden die blutigen Ereignisse des Holocaust immer als eine persönliche Tragödie betrachten, die sich nie wiederholen sollte“, sagte Wladimir Andrejtschenko.

Er sprach seine Dankbarkeit den belarussischen Juden aus, die die Erinnerung an die tragischen Seiten der gemeinsamen Geschichte in Israel in Ehren halten. Das Denkmal im Märtyrer-Hain „Yaar Kdoshim“ beherbergt den Boden aus dem Minsker Ghetto, dem Vernichtungslager „Maly Trostenez“, vom Bronnaja-Hügel sowie von den Orten der Vernichtung der Juden in Beresino, Krasnopolje und Tscherikow.

Wladimir Andrejtcchenko erinnerte an die unsterbliche Heldentat von Belarussen und Juden, die mit Waffen in der Hand gegen die Naziverbrecher kämpften, Seite an Seite in den Reihen der Partisanen und der Roten Armee, an das Heldentum der einfachen Kämpfer, die ihr Leben riskierten, um Tausende Juden vor dem bevorstehenden Tod zu retten. „Der belarussische Staat tut alles Notwendige, um die Erinnerung an diese Zeit zu bewahren. Mehr als 500 Denkmäler im Land ehren die Holocaust-Opfer. Viele der bestehenden Gedenkstätten wurden mit der Unterstützung jüdischer Familien und öffentlicher Organisationen errichtet“, sagte er.

Der Vorsitzende der Repräsentantenkammer übergab der Organisation Beit Glubokoje die Erde von den Gräbern der Ghetto-Häftlinge von Glubokoje. Dort starben mehr als 10.000 Juden. Außerdem übergab er die Erde von den Gräbern in den Orten der Massenvernichtung von Juden in den Dörfern Plissa und Prosoroki. Darüber hinaus legte Wladimir Andrejtschenko im Namen der Nationalversammlung einen Kranz an der Gedenkstätte zum Gedenken an die mehr als 850.000 während der Nazibesatzung gestorbenen belarussischen Juden nieder.

Die Gedenkveranstaltung wurde von der Gesamtisraelischen Vereinigung belarussischer Juden organisiert. An der Veranstaltung nahm der Botschafter von Belarus in Israel Jewgeni Worobjow teil.

Wie bereits berichtet, wird Wladimir Andrejtschenko am 21. / 24. Januar an einem Forum für Führungskräfte teilnehmen, das dem Internationalen Tag des Holocaust-Gedenken und dem 75. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung gewidmet ist. Das Forum wird in Jerusalem stattfinden. Es wird erwartet, dass sich Vertreter aus 46 Ländern in der Hauptstadt Israels versammeln werden: Präsidenten, Premierminister, Vertreter der Königshäuser und Parlamentsführer aus Europa, Nordamerika und Australien. Ziel des Forums ist es, an den Holocaust und andere tragische Ereignisse des Zweiten Weltkriegs zu erinnern.

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