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Politik
20 Mai 2021, 16:16

Außenminister Makej über den Start einer neuen Initiative

MINSK, 20. Mai (BelTA) – Außenminister Wladimir Makej hat in seiner Rede bei der hochrangigen Online-Konferenz zur interregionalen Integration für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele den Start einer neuen multilateralen Initiative angekündigt.

„Gemeinsam mit unseren Partnern aus Barbados und dem Sekretariat der UNCTAD starten wir eine neue Initiative, die auf der multilateralen Basis umgesetzt werden wird“, erzählte der Minister.

Wladimir Makej erinnerte daran, dass Belarus seit Jahren seine „Integration der Integrationen“ vorantreibt. Diese Initiative setzt zum Ziel, einen nachhaltigen Dialog zu fördern, Kontakte aufzubauen und sich über die besten Praktiken und Integrationsprojekte auszutauschen. Im Rahmen dieser Initiative fand 2016 in Minsk eine hochrangige Konferenz zum Thema Wirtschaftsintegration und nachhaltige Entwicklung bis 2030 statt. „Diese regionale Initiative soll nun auf die internationale Ebene angehoben werden – das ist unser Ziel“, sagte Makej.

Nach der Präsidentschaft in der Eurasischen Wirtschaftsunion 2020 und dem Vorsitz in der GUS 2021 hat sich Belarus in seinem Vorhaben, die regionalen Integrationsvereinigungen in eine stärkere Zusammenarbeit einzubinden, nur gefestigt.

„Unser Ziel ist es, die regionalen Integrationsstrukturen und ihre Mitgliedsstaaten zu einem Meinungsaustausch über die gemeinsame Bewältigung moderner Herausforderungen zu ermuntern. Wir möchten eine Brainstorming-Diskussion anregen, um Lösungen für jene Probleme zu finden, die uns alle heute sehr beschäftigen“, sagte der Minister.

Wir sind fest überzeugt, dass es keine Alternative für eine effektive Multilateralität gibt. Mit unserer Initiative gewinnt die Multilateralität an Dimension und Kraft. Mit ihr wollen wir zur Einigung und nicht zur Trennung oder Spaltung beitragen. Im Endeffekt könnte mit der Umsetzung dieser Initiative eine gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Integrationsstrukturen entstehen. Sie könnte zum globalen Einigungsfaktor werden“, erklärte Makej.

Die Initiative solle in der Praxis zeigen, dass die verschiedenen Integrationsprojekte keine „Erzrivalen“ seien, sagte er. Eine umfassende Zusammenarbeit zwischen ihnen ist möglich und notwendig. Die gegenseitige Abhängigkeit der Integrationsverbände wird „schädliche Konkurrenz“ und das Entstehen neuer Trennlinien in der Welt vermeiden lassen.

„Angesichts einer schwierigen geopolitischen Lage in der Welt und der zunehmenden regionalen Spannungen sowie der Ausweitung neoprotektionistischer und einseitiger Zwangsmaßnahmen brauchen wir wie nie zuvor dringend eine universelle Versöhnungsagenda“, sagte der Minister.

Wladimir Makej lobte die Beteiligung von Außenministern, Leitern der internationalen Organisationen und Integrationsverbänden an der Online-Konferenz. „Ihre Beteiligung bestätigt die Aktualität und Bedeutung der belarussischen Initiative“, sagte er.

„Der Prozess, den wir heute starten, kann auf der UNCTAD-15-Konferenz, beim 7. Weltinvestitionsforum in Abu Dhabi, auf Sitzungen der UN-Generalversammlung und anderer internationaler Gremien seine Fortsetzung finden. Wir erwarten, dass sie als gemeinsames Ziel für eine stärkere Vernetzung und Harmonisierung von integrationswirtschaftlichen Projekten im Rahmen der SDGs dienen soll.“

Wladimir Makej zeigte sich überzeugt, dass die neue Initiative ein langfristiges und bedeutungsvolles Projekt sein wird.

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