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Politik
21 Juli 2022, 18:44

Außenminister und belarussische Botschafter gedenken der NS-Opfer in Trostenez

MINSK, 21. Juli (BelTA) – Außenminister Wladimir Makej hat zusammen mit den belarussischen Botschaftern im Ausland die Gedenkstätte „Trostenez“ besucht, wo sie der NS-Opfer gedacht haben.

Der belarussische Botschafter in Deutschland Denis Sidorenko hat im Anschluss an die Blumenniederlegung den Journalisten gesagt, Trostenez sei ein schrecklicher Ort, den man zu Unrecht vergessen habe. „Zu wissen, was sich hier in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges ereignete, ist nicht nur für Belarussen wichtig, sondern auch für Deutschland und für die ganze europäische Gemeinschaft. Wir haben einen langen Weg gemacht zur Anerkennung dieses Ortes. Heute ist Trostenez für viele ein Begriff. Das muss man wissen. Das sollte man allen zeigen. Der Holocaust ist auch Teil der belarussischen Geschichte. Und der Völkermord an der belarussischen Bevölkerung ist Teil der europäischen Geschichte“, sagte der Diplomat.

Den Abriss von Denkmälern in den Nachbarstaaten nannte Denis Sidorenko „eine gefährliche Praxis, die nicht zum Aufbau normaler Beziehungen zwischen den Ländern beiträgt.“ Er zollte jedoch den Deutschen Anerkennung, die selbst bei allen komplizierten politischen Nuancen den Schutz und die Pflege von Gedenkstätten sicherstellen.

Der belarussische Botschafter in Israel Jewgeni Worobjow erklärte, dass die Erfahrungen Israels bei der Aufklärung der Weltgemeinschaft über den Holocaust für Belarus von großem Interesse seien. „Es ist eine lange, tägliche, systematische und zielgerichtete Arbeit“, sagte er.

Die Bewahrung der historischen Erinnerung und der Erinnerung an den Völkermord am belarussischen Volk sollte nach Ansicht des Diplomaten auf allen Ebenen erfolgen - in internationalen Organisationen, in den bilateralen Beziehungen, in Schulen und vor allem in den Familien.

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