
MINSK, 4. April (BelTA) – Das belarussische Außenministerium verurteilt kategorisch die Weigerung der Leitung der deutschen Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, belarussische Diplomaten an den Gedenkveranstaltungen zum 80. Jahrestag der Befreiung dieser Konzentrationslager teilnehmen zu lassen. Das teilte das belarussische Außenministerium mit.
„Diese Entscheidung ist im Wesentlichen eine Fortsetzung der Politik der Trennung der Menschen nach ihrer Nationalität. Es gibt keine Rechtfertigung für solch zynische Aktionen der deutschen Stiftung gegen das Land, in dem jeder dritte Mensch während des Krieges starb, in dem es keine einzige Familie gibt, die nicht vom Krieg betroffen wäre“, so das Außenministerium in seiner Erklärung.
„Leider entsprechen solche Aktionen der Stiftung im Wesentlichen der Politik einiger politischer Kräfte im Westen, die die Geschichte verändern und den deutschen Nationalsozialismus rechtfertigen wollen. Welches Recht hat die Führung der Stiftung, Vertretern von Belarus und Russland zu verbieten, das Andenken an die zu Tode gefolterten und verletzten Landsleute zu ehren?“, fragte das Außenministerium von Belarus.
In der Erklärung heißt es: „Die Handlungen der Stiftung werden von der belarussischen Gesellschaft äußerst schmerzlich wahrgenommen, insbesondere im Jahr des 80-jährigen Jubiläums des Sieges im Zweiten Weltkrieg.
„Wir brauchen weder Einladungen noch Genehmigungen, um das Andenken an Millionen unschuldig getöteter Häftlinge deutscher Konzentrationslager zu ehren. Wir haben es früher getan und werden es immer tun“, erklärte das belarussische Außenministerium.