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Politik
18 April 2022, 17:04

Baranowski: Belarus und Kuba können allen externen Bedrohungen widerstehen

MINSK, 18. April (BelTA) – Trotz Schwierigkeiten intensivieren Belarus und Kuba ihre politischen Kontakte und tauschen Waren und Dienstleistungen aus. Das sagte der außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Republik Belarus in der Republik Kuba, Waleri Baranowski, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Prensa Latina anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Der Diplomat betonte, dass die COVID-19-Pandemie den Handel zwischen den beiden Ländern beeinträchtigt und dass sich die Situation aber im Jahr 2021 etwas verbessert habe. Im vergangenen Jahr habe der Handelsumsatz den von 2020 um mehr als das Dreifache übertroffen. Gleichzeitig habe Belarus rund 300 Traktoren auf den kubanischen Markt exportiert und den Umsatz mit Dienstleistungen gesteigert.

Waleri Baranowski erzählte über die Bemühungen der beiden Staaten zur Lösung logistischer Schwierigkeiten für den gemeinsamen Warentransport. Die beiden Staaten wollen die Präsenz von Waren und Dienstleistungen auf den Märkten der beiden Staaten erhöhen.

Der Botschafter lobte das Niveau des bilateralen politischen Dialogs zwischen den Ländern auf höchster Ebene und die gegenseitige Unterstützung der befreundeten Staaten auf internationalen Foren. „Belarus und Kuba werden in der Lage sein, allen externen Bedrohungen erfolgreich zu widerstehen. Ich bin zuversichtlich, dass uns nichts im Wege stehen wird“, sagte Waleri Baranowski.

Obwohl die diplomatischen Beziehungen zwischen Belarus und Kuba offiziell 30 Jahre alt sind, gehen die bilateralen Beziehungen auf das Jahr 1992 zurück und wurden im Rahmen der ehemaligen Sowjetunion entwickelt. Waleri Baranowski erinnerte daran, dass 1962 die ersten Kubaner nach Belarus kamen, um an der Belarussischen Staatlichen Universität zu studieren. Der Botschafter wies auch darauf hin, dass der Besuch der kubanischen Delegation in Belarus im Jahr 1972 unter der Leitung des damaligen Staatschefs Fidel Castro großen Widerhall gefunden hat. Im Jahr 1976 besuchte Armeegeneral Raul Castro Belarus. Zwei Jahre später besuchte der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Pjotr Mascherow die Insel Kuba und wurde mit der kubanischen Jubiläumsmedaille ausgezeichnet.

Spanisch wurde in der BSSR intensiv unterrichtet, in Minsk wurde die erste kubanische Handelsvertretung eröffnet. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion begann Belarus mit dem Aufbau und der Entwicklung einer multisektoralen Außenpolitik, die auch die Aufnahme eines Dialogs mit Kuba beinhaltete.

„Vor allem dank Kuba wurde Belarus als einziges europäisches Land in die Bewegung der Blockfreien Staaten aufgenommen und erhielt den Status eines Beobachterstaates in der Assoziation der karibischen Staaten und im Lateinamerikanischen Parlament“, so Waleri Baranowski.

Anlässlich des 30. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Belarus und Kuba richtete der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko eine Glückwunschbotschaft an seinen kubanischen Amtskollegen Miguel Díaz-Canel. Das belarussische Staatsoberhaupt wies darauf hin, wie wichtig die Stärkung der bilateralen Beziehungen ist, um globalen Bedrohungen entgegenzuwirken.

Darüber hinaus überbrachte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter Kubas in Minsk, Juan Valdes Figueroa, eine Glückwunschbotschaft von Miguel Díaz-Canel an den Präsidenten von Belarus zum Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Belarus und Kuba.

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