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Politik
07 April 2022, 17:55

„Belarus hat an Abschlussverhandlungen teilzunehmen“: Makej setzt Russland und Ukraine in Kenntnis

MINSK, 7. April (BelTA) – Belarus hat an den Verhandlungsgesprächen zwischen Russland und der Ukraine teilzunehmen. Darüber hat das belarussische Außenministerium die entsprechenden Stellen in Russland und der Ukraine in Kenntnis gesetzt.

„Wir haben diesen Standpunkt schon früher zum Ausdruck gebracht und allen Parteien mitgeteilt. Wir haben eine Reihe von Partnerstaaten über unsere Position in Kenntnis gesetzt“, so der Außenminister.

Wladimir Makej betonte, dass das Abschlusstreffen zwischen den ukrainischen und russischen Delegationen nicht ohne die Teilnahme von Belarus stattfinden soll. „Es spielt keine Rolle, wo das Abschlusstreffen stattfinden wird. Wir sind uns jedoch einig, dass der Präsident von Belarus an den Gesprächen teilzunehmen hat.“

Der Minister betonte: Belarus hat großes Interesse für Frieden und Stabilität in der Region.

„Wir sind davon überzeugt, dass Sicherheitsinteressen und Sicherheitsgarantien nicht nur für die Ukraine und Russland, sondern auch für Belarus gewährleistet werden sollten", sagte er.

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat heute in der Sitzung des Sicherheitsrates erklärt, dass die belarussische Position bei den Gesprächen über eine Friedensregelung in der Ukraine zum Ausdruck gebracht werden sollte. Das Außenministerium wurde damit betraut, diese Entscheidung umzusetzen.

„Es kann keine Verhandlungen ohne belarussische Beteiligung geben. Der Westen hat uns in diesen Konflikt verwickelt, deshalb sollte die Position von Belarus bei den Verhandlungen zum Ausdruck kommen und gehört werden“, sagte der Präsident.

„Wir gehen nicht davon aus, dass wir mit Russland in einen Topf geworfen wurden. Nein. Wir gehen von der Tatsache aus, dass dieser Krieg hinter unserem Zaun stattfindet. Und das hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Lage in Belarus. Deshalb kann es keine separaten Vereinbarungen hinter dem Rücken von Belarus geben“, betonte der belarussische Staatschef. „Und ich bin absolut überzeugt und weiß, dass Russland diesen Standpunkt versteht. Und ich finde nichts Schlechtes daran. Aber es wird den Vorstellungen des Westens widersprechen. Das heißt aber nicht, dass wir nach der Pfeife des Westens tanzen sollten.“

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