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MINSK, 19. November (BelTA) – Belarus hat bei der UNO einen Resolutionsentwurf zum Thema „Verbesserung der Koordinierung der Bemühungen zur Bekämpfung des Menschenhandels” vorgelegt. Das Dokument wurde auf einer Sitzung des Dritten Ausschusses der UNO-Generalversammlung in New York besprochen.
Mitverfasser des Resolutionsentwurfs waren etwa vierzig Länder, darunter Venezuela, Vietnam, Katar, Kasachstan, China, Nordkorea, Laos, Nicaragua, Russland, Tadschikistan und Usbekistan.
Belarus legt der UN-Generalversammlung regelmäßig Resolutionen zur Koordinierung der Bemühungen im Kampf gegen den Menschenhandel vor. Diese werden seit 2006 einstimmig angenommen.
Im laufenden Jahr wurde der Text in einigen Punkten verbessert. Darin wird mehr Aufmerksamkeit auf die Stärkung multilateraler Partnerschaften und das Thema Kinderschutz gelegt. Es werden entsprechende Trends festgestellt, darunter Menschenhandel unter Einsatz neuer Technologien, die Nutzung künstlicher Intelligenz als Waffe in den Händen von Menschenhändlern und gleichzeitig als Instrument zur Bekämpfung von Straftaten in diesem Bereich und zur Unterstützung der Opfer.
Der Entwurf der aktualisierten Resolution enthält einen Aufruf zur Stärkung der Zusammenarbeit und Koordinierung in den Herkunfts-, Transit- und Zielländern, um kriminelle Netzwerke zu bekämpfen und zu zerschlagen, unter anderem durch einen verstärkten Informationsaustausch.
Das Dokument enthält aktuelle Informationen über die Aktivitäten der Interinstitutionellen Koordinierungsgruppe zur Bekämpfung des Menschenhandels, des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung und der entsprechenden Mandatsträger der Sonderverfahren des Menschenrechtsrats.
„Dank einer möglichst großen Anzahl von Konsultationen, die allen Interessierten offenstanden, einer Reihe bilateraler und multilateraler Verhandlungen sowie der Berücksichtigung der Meinungen und Wünsche aller Seiten ist es gelungen, dass alle Neuerungen dieses Jahres von allen Teilnehmern der Konsultationen gebilligt wurden und ebenfalls konsensfähig sind“, erläuterte die Ständige Vertretung von Belarus bei den Vereinten Nationen.
Der Resolutionsentwurf wurde im Rahmen des Dritten Ausschusses der Generalversammlung der Vereinten Nationen unterstützt. Nun wird er der Generalversammlung zur Prüfung vorgelegt.
