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Politik
20 April 2022, 19:22

Belarus kritisiert Ausladung der Diplomaten von Befreiungsfeier in KZ-Gedenkstätte Mauthausen

MINSK, 20. April (BelTA) – Belarus wird die Schrecken des Faschismus nie vergessen und wird alles dafür tun, damit der Faschismus keine Zukunft mehr hat. Das erklärte der Vorsitzende der Repräsentantenkammer der Nationalversammlung von Belarus Wladimir Andrejtschenko.

„Vor zehn Tagen, am Internationalen Tag der Befreiung der KZ-Häftlinge, haben wir im Parlament über die Entscheidung der deutschen Stiftungen beraten, Delegationen aus Belarus und Russland von den Gedenkfeiern zum 77. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora in Thüringen auszuschließen. Heute erhielten wir die Nachricht, dass die Mauthausen-Gedenkfeier in Österreich ohne Belarus und Russland stattfinden wird.

Man hat den Eindruck, dass diese Orte nicht auf deutschem und österreichischem Territorium liegen, sondern ihre eigene Souveränität haben. Und dass in den entsprechenden „Stiftungen“ keine deutschen und österreichischen Staatsbürger tätig sind, sondern Personen, die alles tun können was sie wollen“, sagte Wladimir Andrejtschenko. „Das Hauptelement der faschistischen Ideologie ist die Rassenlehre und die Einteilung der Menschen in Klassen. In den Vernichtungslagern wurden Menschen umgebracht, die den Rassennormen nicht entsprachen: Juden, Zigeuner und Slawen. Im Zweiten Weltkrieg war es gelungen, die Nazis bei der Umsetzung ihrer Vernichtungspläne zu stoppen. Heute ist der Grundsatz der Trennung wiederbelebt worden. Einzelne Länder haben aufgehört, so zu tun, als würden sie den Nationalsozialismus verurteilen, und haben sich für immer von ihrer faschistischen Vergangenheit befreit. Die Masken sind gefallen und das wahre Gesicht des Revanchismus wurde der Welt gezeigt.“

In Polen, Litauen, Estland, Lettland und der Tschechischen Republik würden Denkmäler abgerissen und geschändet. In der Ukraine würden den Henkern „Heldentitel“ verliehen, der Faschismus werde wiederbelebt.

„Deutschland und Österreich „vergessen“, Vertreter der Siegermächte zu Trauerveranstaltungen an jene Orte einzuladen, wo Tausende von Bürgern aus Belarus und Russland brutal gefoltert wurden“, betonte er. Das „aufgeklärte“ Europa schließt Belarus aus internationalen Organisationen aus, baut aktiv neue Barrieren auf und bricht Abkommen. Belarus ist immer offen für einen gleichberechtigten Dialog, aber es wird niemandem erlauben, mit sich aus einer Position der Stärke sprechen zu lassen. Unser Volk hat die Schrecken des Faschismus nicht vergessen und wird alles dafür tun, dass der Faschismus keine Zukunft hat. Belarus wird jedem Volk, das ein kurzes Gedächtnis hat, die historische Wahrheit vor Augen führen.“

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