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Politik
13 Mai 2022, 18:54

Borowik: Eskalation des Konflikts in der Ukraine schadet vor allem dem Westen

MINSK, 13. Mai (BelTA) – Die Eskalation des Konflikts in der Ukraine schaden vor allem den westlichen Staaten. Das sagte Politologe Wadim Borowik der Telegraphenagentur BelTA. Er kommentierte die Äußerungen des polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki, dass die Russophobie in Polen zum neuen „Mainstream“ wurde.

„Wer als hochrangiger Politiker, Premierminister, Außenminister oder Präsident des Landes auftritt, sollte mit seinen Aussagen umsichtiger umgehen. Die polnische Führung soll einsehen, dass die Verschärfung und Eskalation des Konflikts in der Ukraine, auch durch solche politischen Maßnahmen, Erklärungen und direkte Aktionen wie den Kampf gegen russische Denkmäler, in erster Linie Polen selbst schadet, da der Konflikt in unmittelbarer Nähe seiner Grenzen aufgeflammt ist“, sagte Wadim Borowik. „Darunter leidet die polnische Wirtschaft. Wir sprechen über die Migrationskrise; wir sehen, dass es Probleme mit dem Gastransit durch Polen und mit der Energieversorgung geben könnte. Eine ganze Reihe von Problemen. Deshalb sollte man dieses Konfliktfeuer löschen, zumal es in direkter Nähe entflammt ist. Der Staat sollte irgendein Gleichgewicht herstellen, damit niemand zu Schaden kommt“.

Der Politikwissenschaftler stellte fest: Belarus war und ist ein stabiler europäischer Staat. „Wir haben 2014 zur Beilegung des Konflikts beigetragen, und jetzt zielen viele unserer Maßnahmen darauf ab, diesen Konflikt so bald wie möglich zu lösen. Immerhin haben wir alles vorgeschlagen, was wir konnten. Wir haben Gespräche in die Wege geleitet. Die ersten Verhandlungen fanden in Belarus statt. Leider verfolgen Polen und die baltischen Staaten in dieser Frage eine ganz andere Politik: Sie schüren Zwietracht, kämpfen gegen Denkmäler, viele Politiker geben sehr harsche Erklärungen ab. Und wenn die ersten Personen des Staates so reden und antirussische Stimmungen schüren, zeigt das, dass sie einerseits an einer Deeskalation des Konflikts nicht interessiert sind und andererseits die Bedrohung für ihr eigenes Land nicht verstehen. Das ist schlimm. Außerdem wird diese heiße militärische Phase früher oder später vorbei sein, und alle werden gezwungen sein, weiter Handel zu treiben, zu arbeiten, logistische und andere Ketten aufzubauen.

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