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30 Juni 2020, 17:20

Dirk Schuebel: Die EU-Belarus-Beziehungen werden mit Visaabkommen in Schwung kommen

Dirk Schuebel
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MINSK, 30. Juni (BelTA) – Die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Belarus werden nach dem Inkrafttreten der Visa- und Rückübernahmeabkommen in Schwung kommen. Diese Meinung äußerte Leiter der EU-Delegation in Belarus Dirk Schuebel im Interview mit BelTA.

„Am 1. Juli werden zwei Abkommen zwischen Belarus und der EU in Kraft treten: das Abkommen über die Visaerleichterungen und das Rückübernahmeabkommen. Sie markieren einen neuen Meilenstein in den Beziehungen zwischen Europa und der belarussischen Gesellschaft. Es ist eine Bewegung hin zu mehr Mobilität, zu mehr Kontakt zwischen den Menschen und mehr Zusammenarbeit zwischen der EU und ihren Partnern“, sagte Schuebel.

Der Leiter der EU-Delegation in Belarus sagte, mit den Visaerleichterungen erhielten die Menschen in Belarus eine Möglichkeit, schneller und günstiger ein Kurzzeitvisum für die Einreise in den Schengenraum zu beantragen. Die Visagebühr betrage nun 35 Euro und entfalle gar für eine bestimmte Kategorie der Reisenden. Auch werde die Gebühr sinken, die die Visazentren für die Bearbeitung der Anträge verlangten. Die Erteilung der Visa werde innerhalb einer viel kürzerer Zeit erfolgen. Für bestimmte Kategorien der Reisenden werde es Mehrfachvisa geben, mit einer zunehmenden Gültigkeitsdauer bis zu 5 Jahren. Die Visastellen würden in solchen Fällen weniger Papiere verlangen und nicht mehr nach dem Zweck der Reise fragen.

„Alle Staaten der Europäischen Union sind heute darum bemüht, in Zeiten der COVID-19-Pandemie allmählich die Einreiseeinschränkungen zu lockern. Sicherheit und Schutz der öffentlichen Gesundheit bilden bei der Grenzöffnung hohe Priorität“, sagte Dirk Schuebel.

Dabei machte der Diplomat eine Bemerkung: „Alle EU-Staaten sind einverstanden, dass die Einschränkungen in Bezug auf die nicht obligatorischen Reisen allmählich und koordiniert aufgehoben werden sollen, sobald die epidemiologische Situation dies erlauben würde.“

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