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23 Januar 2020, 17:50

EU wird Visapreise für Belarus nicht einfrieren lassen

Archivfoto
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MINSK, 23. Januar (BelTA) - Die Europäische Union wird nicht die Preise für Schengenvisen für Belarus in Höhe von 60 Euro bis zum Inkrafttreten des bilateralen Visaabkommens einfrieren lassen. Das gab die EU-Repräsentanz in Belarus bekannt.

„In 10 Tagen am 2. Februar 2020 tritt der erneuerte Visakodex der EU in Kraft, der neben anderen Änderungen auch die Erhöhung der Visagebühr für die Bürger aller Staaten vorsieht. Für Belarus wird es eine provisorische Erhöhung sein bis das Visaabkommen zwischen Belarus und der EU in Kraft tritt, gemäß dem die Visagebühr für Belarussen von 80 auf 35 Euro gesenkt wird. Mit der Berücksichtigung der Zeiteinschränkungen und Verfahrensforderungen ist es unmöglich, die Erhöhung der Visagebühr für Belarus ab 2. Februar 2020 abzuschaffen (einzufrieren)“, hieß es aus der Repräsentanz.

Das Visaabkommen zwischen Belarus und der Europäischen Union wurde am 8. Januar signiert. Das Festakt fand in Brüssel statt. Das Dokument sieht gegenseitige Erleichterung von Visaverfahren für viele Bürgerkategorien und Senkung von Gebühren vor. Dabei dürfen die Bürger ein Visum sowohl in der Botschaft europäischer Staaten, als auch bei Visazentren beantragen. Das Schengen-Visum für Belarussen wird 35 Euro kosten. Darüber hinaus wird das Visum innerhalb von 10 Tagen ausgestellt (falls zusätzliche Überprüfung nötig ist, können die Fristen bis zu 30 Kalendertagen verlängert werden). Viele Bürgerkategorien können in Abhängigkeit vom Reiseziel ein Visum ohne Bezahlung von Gebühren beantragen und Mehrfachvisen mit größerer Aufenthaltsdauer in einem vereinfachten Verfahren erhalten.

Belarussisches Visum für EU-Bürger wird auch 35 Euro kosten. Außerdem wird das Verzeichnis von Gründen erweitert, gemäß denen Visen kostenlos in nichtkommerziellen Zwecken ausgestellt werden. Die Aufenthaltsdauer für die Ausländer in Belarus wird von 90 auf 180 Kalendertage verdoppelt.

Nach der Unterzeichnung müssen die Dokumente von der belarussischen Nationalversammlung ratifiziert und vom Europäischen Parlament genehmigt werden. Das soll im Juni passieren. Belarussische Parlamentarier wollen das Abkommen in der Frühlingstagung Anfang April ratifizieren.

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