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14 Dezember 2022, 13:53

Golowtschenko: Belarus will gleichberechtigte Beziehungen mit allen Staaten ausbauen

MINSK, 14. Dezember (BelTA) – Belarus ist bereit, gleichberechtigte und für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen zu allen Nationen ohne Ausnahmen zu entwickeln. Das erklärte Premierminister Roman Golowtschenko bei der Vorstellung des neuernannten Außenminister Sergej Alejnik.

„Wir verwenden heute den Begriff „unfreundliche Länder“, um sie in unseren Dokumenten irgendwie zu bezeichnen. Aber ich möchte jedoch betonen, dass es keine unfreundlichen Länder gibt. Unsere Nachbarstaaten sind uns von Gott gegeben. Es gibt Behörden einiger Staaten, die derzeit eine diskriminierende, unfreundliche oder gar feindliche Politik gegenüber Belarus verfolgen. Deshalb sind wir gezwungen, angemessen darauf zu reagieren. Aber das Land besteht in erster Linie aus Menschen. Und nach wie vor sind wir bereit, mit den Völkern aller Länder ausnahmslos gleichberechtigte und für beide Seiten vorteilhafte Beziehungen zu entwickeln“, sagte Roman Golowtschenko.

„Kaum war die Tinte auf dem Dekret des Staatschefs getrocknet, gab es schon Unterstellungen, dass Belarus durch die Ernennung eines neuen Ministers den Weg in den Westen sucht. Diese Schlussfolgerungen werden aus der Biografie von Sergej Alejnik gezogen. Ja, er hat viel im Westen gearbeitet, aber so hat es sich ergeben. Wir suchen nicht nach Wegen in den Westen, sollen sie doch nach Wegen zu uns suchen. Nicht wir haben die Beziehungen abgebrochen, nicht wir haben zu feindlichen Maßnahmen gegriffen, nicht wir haben die Botschaften geschlossen, nicht wir haben Sanktionen und Verbote verhängt“, sagte der Premierminister.

Es finden tektonische geopolitische Veränderungen statt, es entsteht ein anderes Bild der Welt. „In dieser Situation ist es natürlich inakzeptabel, nur Beobachter zu sein, wir müssen versuchen, die Geschehnisse im Interesse unseres Landes aktiv zu beeinflussen. Deshalb sollte es in der Arbeit des Ministeriums keine Stagnation, mangelnde Initiative und Gleichgültigkeit geben. Das Tempo und die Arbeitsmethoden, die vor einigen Jahren noch als zufriedenstellend angesehen werden konnten, sind heute für das Ministerium unannehmbar. Dies betrifft nicht nur das Außenministerium, sondern das gesamte System der öffentlichen Verwaltung. Es ist wichtig, proaktiv zu handeln, das gesamte Spektrum der externen Bedrohungen zu analysieren und unkonventionelle Lösungen zu erarbeiten, um sie zu verhindern“, sagte der Regierungschef.

„Die globalen Aufgaben des Außenministeriums haben sich im Prinzip nicht geändert. Niemand hat die Außenbeziehungen, die politischen und vor allem die wirtschaftlichen Beziehungen, abgebrochen. Und Sanktionen, Beschränkungen und Restriktionen gelten nicht ewig“, resümierte Roman Golowtschenko.

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